Statistik: Weniger Kirchenaustritte in Werdohl

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Das erste Baby des Jahres wird traditionell beim Jahresempfang durch den Bürgermeister begrüßt.

WERDOHL ▪ „Es gab Jahre, in denen wir wesentlich mehr Kirchenaustritte hinnehmen mussten“, sagt Ute Bender. Sie erstellt die Statistik für die Evangelische Kirchengemeinde Werdohl und hat im abgelaufenen Kirchenjahr – vom ersten Advent 2010 bis zum Ewigkeitssonntag, 25. November 2011 – insgesamt 20 Austritte erfasst.

Zum Vergleich: Im Jahr 2010 kehrten 25 Personen der Evangelischen Kirche in Werdohl den Rücken, 2009 waren es 27. Elf Gläubige fassten im vergangenen Kirchenjahr den Entschluss, wieder einzutreten (2010: 3).

Einen Rückgang der Austritte verzeichnet auch die Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade: 31 Männer und Frauen verließen die Gemeinschaft 2011 – ein Jahr zuvor waren es noch 55. Zudem berichtet Svenja Frank, die im Gemeindebüro tätig ist, von einer Wiederaufnahme in die katholische Kirche, sowie einem Übertritt aus einer anderen Glaubensgemeinschaft.

Ansonsten hat sich rein statistisch betrachtet in der Evangelischen Kirchengemeinde wenig verändert: Die Seelsorger konnten 42 neue Gemeindemitglieder taufen (2010: 40) und 14 Paare trauen (17). 59 Jugendliche ließen sich konfirmieren (55). 125 evangelische Christen sind laut Statistik im vergangenen Kirchenjahr verstorben (124).

In der Pfarrei St. Michael wurden in den vergangenen zwölf Monaten 34 Mädchen und Jungen sowie ein Erwachsener getauft (2010: 36 Kinder). Wie schon im Vorjahr gaben sich zwölf Paare das Ja-Wort und 49 Kinder empfingen die Erstkommunion (2010: 52). 48 Jugendlichen ließen sich firmen (2010: 45). Zudem mussten weniger Verstorbene als im Jahr 2010 (97) betrauert werden: 79 Gemeindemitglieder wurden laut Statistik zu Grabe getragen.

Standesbeamtin Bettina Downar und ihre Kollegin Bettina von Kalle hatten von Januar bis Dezember des vergangenen Jahres etwas weniger Arbeit als im Vorjahreszeitraum: 91 Ehen wurden im Rathaus geschlossen (2010: 99). Zudem seien 2011 im Werdohler Stadtgebiet 152 Menschen verstorben (2010: 153). ▪ cw

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