Lennebrücke in Werdohl

Startschuss für Brücken-Neubau gefallen: So geht es weiter

Die Arbeiten zum Bau der Behelfsbrücke über die Lenne haben begonnen: Zunächst muss eine Stützmauer entlang des Brinkmann-Firmengeländes abgerissen, dann eine Gasleitung verlegt werden.
+
Die Arbeiten zum Bau der Behelfsbrücke über die Lenne haben begonnen: Zunächst muss eine Stützmauer entlang des Brinkmann-Firmengeländes abgerissen, dann eine Gasleitung verlegt werden.

Seit sieben Jahren ist die Lennebrücke zwischen der Werdohler Innenstadt und Ütterlingsen nur einspurig befahrbar, jetzt rückt der Bau einer neuen Flussüberquerung endlich in Sichtweite. Seit ein paar Tagen wird im Bereich der Firma Brinkmann gebaggert – Vorbereitungen für den Bau einer Behelfsbrücke.

Werdohl – Die 400 Tonnen schwere stählerne Behelfsbrücke wird gebraucht, um die alte Lennebrücke abreißen und den Verkehr der B236 trotzdem über den Fluss führen zu können. Wenn die neue Brücke fertig ist – der Landesbetrieb Straßen.NRW geht davon aus, dass das im Sommer/Herbst 2024 der Fall sein wird –, wird die Behelfsbrücke wieder zurückgebaut.

Gehweg ist schon gesperrt

Die derzeit laufenden Bauarbeiten auf dem Gelände der Firma Brinkmann hängen unmittelbar mit dem Bau der rund zwei Millionen Euro teuren Behelfsbrücke zusammen. „Entlang des Firmengeländes muss die Stützwand entfernt werden, um den Erdabtrag auf dem Baufeld zur Behelfsbrücke durchführen zu können“, erklärte Julia Ollertz, Sprecherin von Straßen.NRW. Deshalb ist seit einigen Tagen auch der lenneaufwärts gelegene Gehweg über die Brücke gesperrt. Der Fahrzeugverkehr soll in der Übergangszeit bis zur Fertigstellung der neuen Lennebrücke über das Brinkmann-Firmengelände geleitet werden.

Kampfmittel-Sondierung

Bevor die eigentlichen Erdarbeiten für die Gründung der knapp zehn Meter breiten und 80 Meter langen Behelfsbrücke beginnen können, muss auch noch eine Gasleitung umgelegt werden. Das soll bis Anfang September geschehen. „Für den Bauablauf der Mittelstütze der Behelfsbrücke wird dann eine Baustellenzufahrt eingerichtet, für den Hilfspfeiler wird es Vorschüttungen in der Lenne geben“, zählte Ollertz weitere Schritte auf dem Weg zur Behelfsbrücke auf. Auch müsse der Bereich noch auf Kampfmittel untersucht werden, die dort dem Ende des Zweiten Weltkriegs noch im Boden schlummern könnten. Diese Sondierungen sollen im September erfolgen.

Brückenmontage Ende November

Leicht überschneidend mit den Arbeiten für die stählerne Mittelstütze der Behelfsbrücke sollen auch die Arbeiten für die Brückenwiderlager aus 270 Kubikmeter Stahlbeton laufen, die voraussichtlich im Oktober im Uferbereich gebaut werden. Ollertz: „Auch dafür laufen Sondierungsbohrungen, Vorschüttungen im Gewässer und Erdarbeiten wie Bodenabtrag und Bodenaustausch.“ Zuerst werde das Widerlager an der Seite bei der Firma Brinkmann gebaut, dann auf der gegenüberliegenden Seite. „All diese Arbeiten sind für die Brückenmontage notwendig und laufen bis November. Ende November ist dann die Brückenmontage geplant“, gab die Sprecherin des Landesbetriebs einen Einblick in den Zeitplan der Arbeitsgemeinschaft Friedrich Rempke/Gebrüder Schmidt, die den Zuschlag für den Bau der provisorischen Lennequerung erhalten hat.

Zweieinhalb Jahre Bauzeit

Ab Ende des Jahres könnte der Verkehr dann also erstmals nach siebeneinhalb Jahren wieder zweispurig über die Lenne fließen. Bis zum Bau der neuen Brücke für mindestens sechs Millionen Euro wird aber noch geraume Zeit ins Land gehen. Der Abbruch der alten Brücke wird nach Worten von Julia Ollertz nämlich erst Ende 2022 beginnen. Diese Arbeiten würden in mehreren Schritten durchgeführt, weshalb sich nicht genau sagen lasse, wie lange das dauern wird. „Wir gehen insgesamt für Abbruch und Neubau der Lennebrücke von etwa zweieinhalb Jahren Bauzeit aus“, sagte Ollertz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare