Start für Kanalsanierung

Zur Kanalsanierung muss die Vorwerkstraße nicht aufgerissen werden.

WERDOHL ▪ Für eine Auftragssumme von 42 000 Euro wird eine Firma aus Rheinland-Pfalz ab kommenden Montag in der Vorwerkstraße in Pungelscheid eine Kanalsanierung durchführen. Dabei wird ein Verfahren gewählt, das es nicht nötig macht, die Straße aufzureißen. Grund: Es wird keine größer dimensionierte Kanalisation in dieser Straße erforderlich.

In den bestehenden Kanal, der an einigen Stellen undicht ist und Risse aufweist, wird ein selbsttragender Inliner eingebaut – ein System, das vor einigen Jahren schon einmal im Bereich der Hesmecke erfolgreich angewendet wurde, so der Hinweis des technischen Geschäftsführers der Werdohler Stadtwerke, Joseph Beier.

Bei dem sogenannten Inliner handelt es sich praktisch um einen in Harz getränkten Schlauch. Er wird in den Kanal eingeführt und danach durch Druckluft aufgepumpt. Anschließend fährt ein Lampenzug durch das Rohr; das Harz wird durch Licht ausgehärtet. Früher geschah das durch erhitztes Wasser, doch das sei sehr energieintensiv gewesen, so Beier.

Noch vor diesem Arbeitsgang wird ein Kamera-Roboter durch den Kanal geschickt. Mit seiner Hilfe werden sämtliche Hausanschlüsse dokumentiert, die nach der Aushärtung des Harzes wieder freigefräst werden müssen.

Saniert wird die Vorwerkstraße im Bereich von sechs Kanalhaltungen. Gearbeitet wird von Schacht zu Schacht, wobei der längste Abschnitt sich über 50 und der kürzeste über 38 Meter erstreckt. Pro Tag, so die Rechnung des technischen Geschäftsführers, könnten zwei Kanalhaltungen abgearbeitet werden. Vorsichtshalber sei aber für diese Maßnahme ein Zeitrahmen von zehn Tagen einkalkuliert.

Während der Sanierung, so Beier, werde auf ein flächendeckendes Halteverbot verzichtet. Die ausführende Firma bitte jedoch darum, im Bereich der jeweiligen Kanaldeckel nicht zu parken. Gewisse Behinderungen bei der Zufahrt zu den Grundstücken seien möglich. Mit Wartezeiten, bevor man an den eingesetzten Geräten vorbeikommen könne, müsse gerechnet werden. Empfohlen wird, die Autos tagsüber außerhalb des Baustellenbereiches zu parken.

Zudem sollten die Anlieger in der Zeit, in der der Inliner in der Kanalhaltung eingezogen wird, möglichst kein Wasser ablassen. Das kann erst wieder geschehen, wenn die Anschlüsse wieder ausgefräst sind. Entsprechende Informationen gebe die Firma vor Ort, hieß es.

Kosten entstehen den Anwohnern durch diese Sanierung nicht – es sei denn, es stellt sich heraus, dass der Hausanschluss defekt ist. Dann wäre Handlungsbedarf gegeben. In diesem Zusammenhang verwies Joseph Beier auf die Verpflichtung, bis zum 31. Dezember 2015 die Dichtheit des Kanalanschlusses und der Grundleitungen des Hauses nachzuweisen.

Rainer Kanbach

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