Städtische Brücken in gutem Zustand

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Die Stadtbrücke wurde bereits Anfang der 2000er Jahre saniert.

Werdohl - Der Totalschaden an der Lennebrücke kam auch für die Stadt Werdohl sehr überraschend. Tiefbauleiter Martin Hempel wurde erst vor kurzem zu Abstimmungsgesprächen über die Verkehrsführung der Bundesstraße hinzugezogen.

Glücklich sei er gewesen zu erfahren, dass die Rathausbrücke nicht betroffen sei, sagte er am Dienstag auf Nachfrage. Dann wäre die Stadt an beiden wichtigen Ein- und Ausfahrten massiv beeinträchtigt gewesen.

Eine Verkehrsbehinderung an der Lennebrücke wird es voraussichtlich nur in der Zeit geben, die für den Bau der Ersatzbrücke gebraucht wird. Technisch sei es möglich, so meint Hempel, eine provisorische zweispurige Stahlbrücke über die Lenne zu legen. Dann gebe es jedenfalls kaum Beeinträchtigungen für den Verkehr.

Noch werde aber nach einem Standort für die Behelfsbrücke gesucht. Die Stadt sei nur am Rande an dieser Baustelle von StraßenNRW beteiligt. Die Brückenrichtlinie von 2011 ziele auf Betonbauwerke ab, in denen schlecht vergüteter Stahl eines bestimmten Alters verarbeitet worden sei. Dieser Spannstahl korrodiere in den Betonelementen, hinzu kommen die gestiegenen Verkehrsbelastungen. Bei der Lennebrücke erkenne der Fachmann eine Menge Betonabplatzungen, die darauf hindeuteten, dass Spannungen nicht richtig im Bauwerk abgeleitet würden.

Die Stadtbrücke, die der Stadt Werdohl gehört, sei nicht betroffen. Hempel: „Die ist erstens ganz aus Stahl und zweitens Anfang der 2000er Jahre in mehreren Stufen saniert worden.“ Die Vorthbrücke wird gerade von der Stadt Werdohl saniert, die Husbergbrücke ist vor Jahren verstärkt worden. Die Lennebrücke an der Gewerbestraße am Kettling ist vor zwei Jahren untersucht worden, dort sei nichts zu beanstanden. Die Höllmecke-Brücke ist wiederum eine Stahlkonstruktion und wurde in den 1990er Jahren saniert.

Noch nicht überprüft worden sei die Lennebrücke in Elverlingsen, die zum Kraftwerk führt. Diese Brücke ist aus Beton, sei aber vermutlich noch nicht alt genug für die 2011-Richtlinie. - Von Volker Heyn

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