Stadtwerke verschicken Gasrechnungen

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WERDOHL - 3055 Gas- und 3837 Wasserrechnungen haben die Werdohler Stadtwerke in den vergangenen Wochen an ihre Kunden verschickt. Nachforderungen und Guthaben summierten sich auf jeweils rund 100 000 Euro, teilte Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schlutow mit. „Für die Stadtwerke als Unternehmen gleicht sich das aus.“

Die Preise seien stabil geblieben; höhere oder niedrigere Rechnungen als im Vorjahr seien ausschließlich verbrauchsbedingt. Sowohl Nachzahlungen als auch Guthaben würden mit dem nächsten Abschlag verrechnet, erklärte Schlutow weiter.

Bei den meisten Kunden, die für 2013 Geld nachzahlen müssten, liege die Rechnungssumme zwischen 20 und 50 Euro, vereinzelt auch bis zu 200 Euro. Deutlich höhere Nachzahlungen – die höchste Rechnung liege bei rund 1500 Euro – fielen nur in ganz speziellen Fällen an.

„Manchmal sind Leute gerade erst in ein neues Haus eingezogen und wussten nicht, wie viel die Heizung dort verbraucht“, nennt der Geschäftsführer einen möglichen Grund. „Hin und wieder ist auch eine Heizung kaputt. Oder auf dem Dachboden war das ganze Jahr über ein Heizkörper aufgedreht.“

Auch eine veränderte Lebenssituation könne eine deutlich höhere Gasrechnung nach sich ziehen: Wer in Rente gehe oder krank sei, verbringe mehr Zeit zuhause als vorher und heize auch mehr. Egal aus welchen Gründen Kunden Geld nachzahlen müssten – wer die Rechnung nicht auf einen Schlag begleichen könne, solle sich an die Stadtwerke wenden. Meist könnten Kunden eine Ratenzahlung vereinbaren.

„Umgekehrt haben wir auch Kunden, die um die 1000 Euro zurückbekommen“, sagt Frank Schlutow. Zwar könne er auch in diesen Fällen über die Hintergründe nur mutmaßen. „Aber es könnte zum Beispiel sein, dass jemand einen Teil des Jahres gar nicht in dieser Wohnung gelebt hat.“

Der gesamte Gasverbrauch in Werdohl lag im vergangenen Jahr bei 159 Millionen, 2012 bei 160,5 Millionen Kilowattstunden. „Das ist rund ein Prozent weniger als im Vorjahr“, rechnet Schlutow vor. „Der hohe Verbrauch durch den langen Winter zum Jahresanfang wurde ausgeglichen durch einen geringen zum Jahresende.“ - cra

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