Stadtumbau West und Regionale 2013 eng verbunden

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Stadtplaner Stefan Groß mit Regionale-Plänen zur LenneRoute. Im Hintergrund seines Büros steht ein Modell der Sonnenfänger – ein bereits realisiertes Regionale-Projekt.

Werdohl - Das Engagement von Dirk Glaser als Regionale-Geschäftsführer endet mit diesem Jahr, er zieht mit unserem Verlag Bilanz über die Auswirkungen der Regionale 2013 im südlichen Märkischen Kreis. Wie ist die Regionale mit ihren Projekten in Werdohl spürbar? Darüber sprach unsere Redaktion mit dem Werdohler Stadtplaner Stefan Groß.

Die Regionale hatte niemals eigene Fördertöpfe, sondern bediente sich immer aus bestehenden Bezuschussungsprojekten aus Land und Bund. Der Stadtumbau West ist so ein schon lange anerkanntes Förderprojekt, über das das Land Gelder für die Kommunen bereitstellt. „In Werdohl ist der Stadtumbau West in die Regionale eingegliedert worden“, sagt der Werdohler Stadtplaner Stefan Groß. Der Stadtumbau bestand beziehungsweise besteht aus zwei Projektfamilien: Einmal der Bahnhof und das Bahnhofsumfeld und das Projekt Leben am Wasser. Zu letzterem gehören die Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes und die daran anschließende Lennespange, die Verbindung von der Innenstadt hinunter zur Lenne.

Die LenneRoute ist hingegen ein Regionale-Projekt, hierfür bekommt die Stadt 250 000 Euro zum Ausbau von Radweg und Promenade zwischen Rathausparkplatz und Goethe-Parkplatz.

Die Fördersystematik ist nicht ganz einfach, alles hängt miteinander zusammen. Zum übergeordneten Regionale-Projekt LenneSchiene, womit alles rund um die Lenne beschrieben ist, gehören einmal der Radweg LenneRoute, aber auch der noch zu planende Westpark und die bereits aufgestellten Sonnenfänger am Remmelshagen.

Der Ausbau der LenneRoute zwischen Rathaus und Goethe-Parkplatz wird ebenso wie die weitere Radwegeplanung komplett von StraßenNRW finanziert. Lediglich an dem innerstädtischen Teilstück an der Goethestraße muss die Stadt Anteile an den Planungskosten übernehmen. Den teuren Wiederaufbau der Bauklohbrücke zum Beispiel hat auch komplett StraßenNRW – letztlich also das Land Nordrhein-Westfalen – finanziert.

Mit der LenneRoute wird auf Werdohler Stadtgebiet gleich Anfang des Jahres begonnen. Die Kilometrierung wird gerade produziert und entlang der Lenne aufgestellt. An besonders attraktiven Stellen werden drei miteinander gekreuzte Stämme aufgebaut, die bis zu drei Meter hoch sind. Sie weisen auf den Radweg hin. Zusätzlich gibt es noch einheitliche Infotafeln und konzeptionell ähnliche Wegweiser. Der Lenneradweg soll irgendwann einmal durchgängig von Schmallenberg bis Letmathe befahrbar sein und viele Radtouristen in die Region locken. Mit dem Ausbau des Lenneradweges durch Ütterlingsen soll auf jeden Fall in 2015 begonnen werden. Die Planung ist aber abhängig vom geplanten Ersatzbauwerk für die Lennebrücke. StraßenNRW hat sich immer noch nicht entschieden, ob die Behelfsbrücke auf der Seite von Pumpen Brinkmann oder auf der Seite der Dammstraße errichtet werden soll. Hier stehen noch Bodengutachten aus. Die Planungen seien aber so, dass die Ersatzbrücke im Frühjahr aufgestellt werden soll.

Die Planungen für den Westpark seien ebenfalls vom Bau der Behelfsbrücke abhängig. Gebaut werden könne deshalb im Lennevorland erstmal nichts. Der Westpark wird 300 000 Euro kosten, 80 Prozent davon sind Regionale-Mittel.

Der dickste Batzen Förderung fließt (nach dem bereits fertiggestellten Bahnhof) in den Brüninghaus-Platz: 2,1 Millionen Euro kostet er, daran hat die Stadt einen Eigenanteil von 20 Prozent.

Von Volker Heyn

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