Stadtumbau West: Geld gibt es frühestens im Herbst

Bis mit einem Umbau des Bahnhofsgebäudes begonnen werden kann, wird es frühestens Herbst.

WERDOHL ▪ Über einen endgültigen Zuwendungsbescheid aus Mitteln des Stadtumbau West wird sich Werdohl wahrscheinlich erst im Herbst freuen können – dass überhaupt Geld kommt, steht für Bürgermeister Griebsch seit Mittwochnachmittag eigentlich nicht mehr zur Debatte.

Griebsch sowie Thomas Schröder und Wilfried Arlt von der Stadtverwaltung sowie Ingo Wöste, Chef der Wohnungsgesellschaft, waren beim Städtebauministerium in Düsseldorf. Griebsch: „Wenn man uns hätte sagen wollen, dass wir nicht in die Förderung kommen, hätte man uns doch gar nicht erst eingeladen.“

Die Stadt Werdohl möchte insgesamt rund 4,8 Millionen Euro aus Düsseldorf haben, um damit vor allem den Bahnhof und Projekte in Ütterlingsen in Angriff nehmen zu können. In 2010 wird es zunächst einige 100 000 Euro geben. Griebsch ist sich aber sicher, dass nach Zusage der ersten Förderung in den Jahren bis 2015 auch der weitere Förderbedarf nach Werdohl fließen wird.

Bund und Länder nicht einig

Der Werdohler Antrag liege in der obersten Schublade der Kategorie A, die Mittel seien intern im Haushalt der Landesregierung auch schon geblockt. Bund und Länder seien sich aber nicht einig, wie die Fördermittel auf die Länder verteilt würden. Das komplette Stadterneuerungsprogramm werde wohl erst im Sommer verabschiedet, erfuhr die Werdohler Delegation. Wenn dann klar sei, wie viel Geld auf NRW entfalle, könnten auch die Bescheide auf Landesebene erteilt werden. Damit sei verbindlich erst im Herbst zu rechnen.

Drei Dinge konkret geklärt

▪ Wegen des CDU/WBG-Antrags zur Auflösung des Grundschulstandortes in Ütterlingsen wird die Innovationsagentur ein Gutachten über die Grundschule als Standortfaktor verfassen.

▪ Für den Bahnhof muss das Förderkonzept verändert werden, weil bei einer Nutzung durch die privatwirtschaftliche Wohnungsgesellschaft nur eine 25-Prozent-Förderung möglich ist. Bei öffentlicher Nutzung wird mit 70 Prozent gefördert.

▪ Die Woge muss nach 2015 beantragte Rückbauprojekte herausnehmen.

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