Stadtumbau aus einem Guss

WERDOHL ▪ Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung haben in ihrer Sitzung am Montag einstimmig die Zusammelegung der Wettbewerbe „Brüninghaus-Platz“ und „Werdohl an die Lenne“ beschlossen. Von Ute Heinze

Alfred Körbel, einer der Inhaber des Planungsbüros Planlokal, das mit der Organisation, Betreuung und Durchführung des freiraumplanerischen Wettbewerbes von der Stadt beauftragt ist, erläuterte den Lokalpolitikern die Vorteile dieser Koppelung sowie den Zeitplan.

„Bei einer größeren Fläche, ist auch das Interesse der renommierten Büros größer“, nannte Körbel einen Vorteil der Zusammenlegung. „Die Kopplung beider Wettbewerbe hat neben organisatorischen und ökonomischen Vorteilen auch das Ziel, dass die Weiterentwicklung des Innenstadtbereiches und die Verknüpfung mit dem Lenneufer gesamtheitlich betrachtet werden kann und Lösungsansätze aus einem Guss erarbeitet werden können“, so der Experte weiter.

Zudem ging Körbel auf das Wettbewerbsgebiet ein. Dieses solle an der Brücke über die Vosslohstraße beginnen. Der Bereich zwischen dem Lidl und Sandstraße sowie die Verbindung zur Bahnhofstraße/Stadtbrücke seien ebenfalls wichtige Bereiche für eine Verknüpfung der Werdohler Innenstadt und der Lenne. Elementar sei zudem die Fläche von der Derwentsider Straße über die gesamte Goethestraße bis hin zum Kreuzungspunkt mit der Straße Altes Dorf. Die Fußwegeverbindung zwischen dem Parkplatz und der Uferpromenade sei darüber hinaus zu fokussieren. Auch die Zuwegung zum Alten Dorf, der Bereich um den Wendekreisel an der Sparkasse bis zur evangelischen Kirche sei im Wettbewerbsgebiet enthalten, wie auch der Ludwig-Grimm Park. „Der Wettbewerbsbereich zieht sich sodann die Freiheitstraße bis zu Moschee entlang, um eine eventuelle Umlegung der Bushaltestelle in den Randbereich des Platzes zu ermöglichen.

„Wenn es uns gelingt, den Brüninghaus-Platz mit dem Grimm-Park als Einheit darzustellen, und gleichzeitig die Nachwuchs-Rallye-Fahrer aus der Innenstadt fernzuhalten ist sicher viel gewonnen“, so Bürgermeister Siegfried Griebsch.

Körbel wies daraufhin, dass mit der Verkehrsgesellschaft Alternativen überlegt werden sollten, um eine Lösung für die Bushaltestellen zwischen Platz und Park zu finden. Hans-Jürgen Henke von der SPD wies zudem daraufhin, dass die Fassade der Sparkasse und auch das Parkhaus mit in die Planungen einbezogen werden sollten. Die lehnte Körbel aus Ausschreibungsgründen ab.

Am letzten Sonntag im April – pünktlich zum verkaufsoffenen Sonntag – solle mit der Beteiligungsphase der Bürger begonnen werden. Zudem seien weitere Workshops mit den betroffenen Anrainern betroffen. Ende Juni solle dann die Auslobung des Wettbewerbes beginnen. Ein Kolloquium mit den verschiedenen Büros, Bürgern und Vertretern der Stadt sei ebenfalls im Sommer geplant. Das Verfahren solle dann Ende September beendet werden. Dann werden die politischen Gremien einen Preisträger küren, damit die Planung konkretisiert werden könne. Ab Mitte des kommenden Jahres solle dann mit der Umgestaltung des Brünninghaus-Platzes und der Umsetzung des Projektes Werdohl an die Lenne begonnen werden, wie der Inhaber des Dortmunder Planungsbüros den Ausschussmitgliedern erläuterte.

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