Stadtsportverband: Ehrung und viele Baustellen

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Vorsitzender Dr. Richard Müller-Schlotmann (links) ehrte seinen Vorgänger Rudolf Völker

Werdohl - Detlef Stägert wurde zum neuen Beisitzer des Werdohler Stadtsportverbandes gewählt. Bei der Delegiertenversammlung am Donnerstagabend in der Gaststätte Haus Werdohl hatte der bisherige Beisitzer Alexander Griessl sein Amt aus Zeitgründen aufgegeben.

Darüber hinaus setzten die 23 Anwesenden auf Kontinuität: Der Vorsitzende Dr. Richard Müller-Schlotmann und der Geschäftsführer Stefan Keggenhoff wurden einstimmig auf ihren Positionen bestätigt. 

Zu Beginn der Versammlung hatte aber zunächst Bürgermeisterin Silvia Voßloh gesagt: „Über die viel gelobte Jugendarbeit in den Vereinen dürfen wir nicht die Senioren vergessen.“ 

Der Stadtsportverbands-Vorsitzende ehrte dann seinen Amtsvorgänger: Rudolf Völker stand dem Stadtsportverband von 1997 bis 2015 vor. Seit 1974 ist er zudem Vorstandsmitglied des TuS Jahn Werdohl. Müller-Schlotmann lobte Völker: „Du hast die sportliche Entwicklung in Werdohl mitgeprägt und beeinflusst den Sport mit Deiner unermüdlichen Arbeit auch über die Stadt hinaus.“ 

Demografischer Wandel als Herausforderung

Es folgte der Jahresbericht des Vorsitzenden. Dabei ging er zunächst auf die Zukunftswerkstatt des Stadtsportverbandes ein, welche im Oktober unter dem Motto „Der Sport in Werdohl 2022“ gestanden hatte. Müller-Schlotmann gestand: „Wir sind nicht so weit gekommen, wie ich mir das gewünscht hätte. Aber wir werden uns auch weiterhin den demografischen Herausforderungen ebenso wie der veränderten Haltung gegenüber dem Vereinssport stellen.“ 

Die Stadtverwaltung plane Verbesserungen am Stadion Riesei, wie auch in den diversen Sporthallen. Dennoch hob Müller-Schlotmann hervor: „Es gibt immer wieder Konflikte zwischen den Vereinen und der Stadtverwaltung über angemessene Temperaturen in den Hallen, die Sauberkeit und die Funktionstüchtigkeit der Sanitäreinrichtungen.“ Zudem stellten die Hallennutzungsgebühren für manche Vereine weiterhin „eine Belastung dar, die dauerhaft nicht gestemmt werden kann“. 

Sterngolfanlage war Standortfaktor 

Weiter ging der Vorsitzende auf die Schließung der Ütterlingser Sterngolfanlage ein. „Damit geht nicht nur ein Freizeitangebot, sondern möglicherweise auch ein kleiner Standortfaktor für Werdohl verloren.“ Müller-Schlotmann bezog klar Stellung: „Ich bedauere, dass es keine intensiven gemeinsamen Überlegungen zum Erhalt der Anlage gegeben hat.“ 

Zum Thema „Integration von Menschen mit Migrationshintergrund“ hatte der Vorsitzende eine Anregung: „Das Neuenrader Hallenbad bietet wöchentlich zwei Stunden Frauenschwimmen an. Ein solches Zeichen der Respektierung kultureller und religiöser Besonderheiten wünsche ich mir auch in Werdohl.“ 

Den Bericht über die Sportabzeichen-Saison gab Karin Pietschmann. 205 Urkunden seien verliehen worden. Das bedeute, dass die Teilnehmerzahl deutlich rückläufig sei. Beim Kassenbericht bilanzierte Kassierer Uwe Krähahn ein deutliches Minus für die vergangenen zwölf Monate. Die Anwesenden erteilten ihm und dem gesamten Vorstand dennoch Folge einstimmig Entlastung. 

Am Montag, 11. Juni, ab 18 Uhr bietet der Stadtsportverband im Aufenthaltsraum des Riesei-Stadions eine Informationsveranstaltung zur neuen Datenschutzgrundverordnung an. Referent an dem Abend wird Dieter Ostertag vom Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen sein.

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