Für drei Wochen aufs Fahrrad

"Stadtradeln": Werdohl nimmt erstmals an Kampagne teil

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Werdohls Klimaschutzmanagerin Meike Majewski ist mit ihrem Fahrrad auf der Lennepromenade unterwegs. Ein bis zwei Mal pro Woche fährt sie auch mit dem Drahtesel zur Arbeit.

Werdohl – Seit 2008 treten Kommunalpolitiker und Bürger bundesweit im Rahmen der Kampagne „Stadtradeln“ für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Werdohl ist vom 28. August bis zum 17. September erstmals mit von der Partie.

In diesem Zeitraum können alle, die in Werdohl leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. 

„Beim Stadtradeln geht es um Spaß am Fahrradfahren und um Sachpreise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, erklärt Werdohls Klimaschutzmanagerin Meike Majewski, welche Idee dahinter steckt. 

CO2: Straßenverkehr drittgrößter Verursacher

Der Verkehr, vorrangig der Straßenverkehr, ist laut Bundesumweltministerium der drittgrößte Verursacher von klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland. Er verursacht ein Fünftel des gesamten CO2 -Ausstoßes. Sogar ein Viertel der Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der innerörtliche Verkehr. Wenn etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich nach Berechnungen des Bundesumweltministeriums etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. 

Beim „Stadtradeln“, einer internationalen Kampagne des europäischen Städtenetzwerks Klima-Bündnis, kann jeder mitmachen. „Jeder kann ein Stadtradeln-Team gründen oder einem beitreten“, erklärt Majewski. Die Teilnehmer sollten in dem dreiwöchigen Kampagnenzeitraum so oft wie möglich das Fahrrad nutzen: für den Weg zur Arbeit oder zur Schule, für den Weg zum Einkaufen oder den Besuch bei Freunden. Es geht einfach darum, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Jeder Kilometer, der während der Aktionszeit mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, kann online in ein Kilometer-Buch eingetragen oder direkt über die „Stadtradeln“-App getrackt werden. Radelnde ohne Internetzugang können ihre gefahrenen Kilometer wöchentlich per Erfassungsbogen melden. Das Klima-Bündnis prämiert zum Schluss in fünf Größenklassen die fahrradaktivsten Kommunalparlamente sowie die Kommunen mit den meisten Radkilometern. 

Stadtradeln-Stars gesucht

„Als besonders beispielhafte Vorbilder sucht Werdohl auch Stadtradeln-Stars, die in den 21 Tagen kein Auto von innen sehen und komplett auf das Fahrrad umsteigen“, erklärt Meike Majewski weiter. Während der Aktionsphase sollen diese Teilnehmer über ihre Erfahrungen als Alltagsradler in einem Blog berichten. Majewski versucht übrigens, zumindest hin und wieder mit dem Rad zu ihrem Arbeitsplatz zu fahren. Derzeit führt ihr Weg von ihrem Wohnort Lüdenscheid durch das Versetal zum Werdohler Rathaus. „Mit dem Auto brauche ich für diese Strecke 20 bis 25 Minuten, mit dem Fahrrad 30 bis 35 Minuten“, berichtet sie. Das sei kein großer Zeitunterschied. „Ein bis zwei Mal pro Woche kann man das deshalb ja mal machen“, sagt die Klimaschützerin. 

Während des Kampagnenzeitraums bietet Werdohl erstmalig allen Bürgern die Meldeplattform RADar! an. Mit diesem Tool haben Radelnde die Möglichkeit, via Internet oder über die „Stadtradeln“-App die Kommunalverwaltung auf störende und gefährliche Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam zu machen.

Interessierte können sich bereits jetzt auf der Internetseite www.stadtradeln.de/werdohl zur Teilnahme anmelden. Bei Rückfragen können sich Interessierte an die Klimaschutzmanagerin Meike Majewski wenden, die im Rathaus unter Tel. 02392/917265 oder per E-Mail an m.majewski@werdohl.de erreichbar ist.

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