Ideenkarte nutzen

Stadtplanung und Klimaschutz: Werdohler sollen jetzt aktiv werden

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Stadtplanerin Kathrin Hartwig und Klimaschutzmanagerin Meike Majewski bitten die Werdohler, sich Gedanken um die Entwicklung ihrer Stadt zu machen. Ideen und Kritik können im Internet auf der Ideenkarte hinterlassen werden.

Werdohl – „In Werdohl hatten die Menschen lange nicht die Möglichkeit sich so aktiv an der Stadtplanung zu beteiligen. Es ist eine Chance, die so schnell nicht wiederkommen wird. Deshalb bitten wir die Bürger darum, sich jetzt einzubringen“, erklärt Stadtplanerin Kathrin Hartwig.

Gemeinsam mit Klimaschutzmanagerin Meike Majewski wirbt sie noch einmal für die „Ideenkarte“, die auf der Internetseite www.masterplanung-werdohl2040.de eingerichtet wurde, sowie für weitere Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes. 

Noch bis zum Ende dieses Monats können auf diesem Online-Stadtplan Bereiche markiert, Kommentare und Ideen hinterlassen werden. Folgende Themenfelder stehen zur Auswahl: Mobilität, Wohnen/Stadtstruktur, Freiraum/Klima, Sport/Freizeit, Kultur/Soziales, Wirtschaft oder Sonstiges. Auch die Postkarten, die zur Ideenkarte verschickt wurden, sollten bis zum Ende der kommenden Woche im Rathaus abgegeben werden oder an das Büro der beauftragten Planer des Kölner Büros Jung Stadtkonzepte (Kaiser-Wilhelm-Ring 34, 50672 Köln) geschickt werden. 

Online-Angebot soll Hemmschwelle senken

„Das Online-Angebot senkt die Hemmschwelle zur Teilnahme“, ist Hartwig überzeugt. Sie freue sich besonders, wenn sich Werdohler einbringen würden, „die sich während einer Bürgerversammlung nicht unbedingt trauen würden“. „Wir sind auch für Kritik dankbar, denn wir in der Verwaltung wissen nicht immer, wo der Schuh gerade drückt“, unterstreicht die Stadtplanerin. Allerdings bittet sie um sachliche und konstruktive Kritik; und darum, möglichst konkret zu benennen, worum es im Kern geht. 

Persönlich können sich die Werdohler voraussichtlich am 30. Juli zur Zukunftsgestaltung in ihrer Stadt äußern. Vorausgesetzt, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht noch einmal verschärft werden, wollen die Stadtplaner am Donnerstag, 30. Juli, auf dem Wochenmarkt und am Bahnhofsvorplatz präsent sein. Für Mittwoch, 26. August, ist eine „Dialogwerkstatt“ im Restaurant Vier Jahreszeiten geplant. 

Workshop musste ausfallen

Klimaschutzmanagerin Meike Majewski hatte ursprünglich für Mitte Mai einen Workshop zum Thema Klimaschutz geplant. Dieser sollte auch eine Nachfolgeveranstaltung des im vergangenen Jahr gegründeten Werdohler Klimaschutznetzwerks werden, musste coronabedingt aber ausfallen. Jetzt setzt auch sie ihre Hoffnungen auf die Ideenkarte. 

„Ich habe festgestellt, dass ich schon jetzt einige Vorschläge aufgreifen kann“, erklärt sie. So gebe es zahlreiche Bemerkungen zum Thema Radewegeausbau für den Alltagsradverkehr im Werdohler Stadtgebiet. „Das verstehe ich ganz klar als Auftrag, in diesem Bereich die Planungen voranzutreiben.“ 

Prioritätenliste wird erstellt

Auch Vorschläge zur Renaturierung von Flächen oder zum Bereich Klimaanpassung (zum Beispiel durch die Anpflanzung von Bäumen im Bereich Rande des Goetheparkplatzes) gebe es. „Es wäre schön, wenn sich die Werdohler noch weitere Gedanken zum Klimaschutz machen und diese auf der Ideenkarte eintragen würden.“ Das erleichterte die Erstellung einer Prioritätenliste. Und selbst wenn einzelne Ideen nicht zeitnah umgesetzt werden könnten, seien sie nicht verloren, versichert die Klimaschutzmanagerin. 

Darüber hinaus möchte sie weiterhin tatkräftige Mitstreiter für ihre Projekte gewinnen: „Denn alle Ideen alleine umzusetzen, das wäre unmöglich.“ Majewski hofft, dass sich Werdohler – eventuell auch Unternehmer – mit einzelnen Klimaschutz-Ideen identifizieren können, und diese vorantreiben: „Ich werde entsprechende Kontakte knüpfen.“

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