Stadtmuseum: Kuriositäten sollen ausgestellt werden

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Regina Wildenburg und Reinhild Wüllner-Leisen von der Stadtverwaltung sowie Rüdiger Schmale und Udo Böhme vom Heimat- und Geschichtsverein (von links) zeigen eine Milchkanne und einen alten Schlauchwagen der Feuerwehr aus dem Bestand des Stadtmuseums.

Werdohl - Die Dauerausstellung des Stadtmuseums ist schon seit knapp zwei Jahren am neuen Standort im Bahnhof untergebracht. Jetzt sind auch die Exponate, die nicht ständig gezeigt werden, in das neue Gebäude umgezogen. Denn nach dem Verkauf des alten Heimatmuseums an der Goethestraße musste die Stadt das Gebäude leerräumen.

„Wir haben beim Umzug nur altes, nicht mehr nutzbares Mobiliar entsorgt“, betont Regina Wildenburg von der Stadtverwaltung. Alle wichtigen Exponate und Archivgüter hätten im Keller des Bahnhofsgebäudes eine neue Heimat gefunden.

Nur rund ein Drittel des Museumsbestands sind in der Dauerausstellung ständig zu sehen. Die übrigen Exponate warten im Lager darauf, bei Sonderausstellungen gezeigt zu werden. Dazu gehören ein altes Bahnhofs-Schild, ein alter Schlauchwagen der Feuerwehr, eine Sattlerbank, antike Nähmaschinen und der Nachbau eines antiken Spinnrads. „Das hier ist mein Lieblingsstück“, sagt Udo Böhme vom Heimat- und Geschichtsverein und zeigt auf einen Kinder-Hochstuhl. Ein Teil der Sitzfläche kann herausgenommen und ein Topf daruntergeschoben werden. Auch über eine Barttasse musste er schmunzeln: Diese verfügt über eine Porzellan-Ablage in Bartform, damit der Gesichtsschmuck nicht mit Kaffee getränkt wird.

Häufig stießen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und die Ehrenamtlichen des Heimat- und Geschichtsvereins, die beim Umzug halfen, auf solche skurrilen Gebrauchsgegenstände, die heute weitgehend unbekannt sind. Wenn im Bahnhofskeller alle Kisten ausgepackt sind, wollen sie deshalb eine Kuriositätenausstellung im Stadtmuseum vorbereiten.

Auch das Lager selbst soll künftig für Besuchergruppen zugänglich sein. Denn der neue Standort bietet auch im Lager mehr Platz für die Exponate. Kleinteile wollen die Mitarbeiter von Stadtverwaltung und Heimat- und Geschichtsverein in Regale einräumen. Und auch Großexponate wie alte Modelle, Öfen und Motoren kommen jetzt besser zur Geltung.

Regina Wildenburg und Reinhild Wüllner-Leisen von der Stadtverwaltung rufen in diesem Zusammenhang die Werdohler noch einmal auf, sich an die Verwaltung oder den Heimat- und Geschichtsverein zu wenden, wenn sie für einen Nachlass selbst keine Verwendung haben. Nicht nur Gegenstände, sondern auch Dokumente, Noten oder Bilder seien für das Museum interessant.

Von Constanze Raidt

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