Stadtmuseum und „Kuba“ stellen Ideen vor

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Das Foyer des Werdohler Bahnhofes ist derzeit komplett eingerüstet.

WERDOHL ▪ Geht es nach den Wünschen der Mitglieder des Kulturausschusses, werden die Fernleihegebühren der Stadtbücherei und die Eintrittspreise für Veranstaltungen in der Bücherei nicht erhöht. Dafür sprachen sich die Lokalpolitiker gestern Abend im Rahmen ihrer Sitzung aus. Abschließend werden die Mitglieder des Rates darüber in ihrer Sitzung am 17. Dezember abstimmen.

Heiner Burkhardt, Vorsitzender des Heimatvereins, stellte das Konzept für den Umzug des Stadtmuseums in den Werdohler Bahnhof vor. „Die bereits bestehenden Themenbereiche sollen bleiben. Ein neuer Bereich „Moscheen und Zuwanderung“ wird hinzukommen“, berichtete Burkhardt. Generell solle die Dauerausstellung optimiert werden. „Die Präsentation der Exponate wird lebendiger gestaltet, dazu wollen wir verstärkt Audio- und Videostationen nutzen“, sagte Burkhardt. So sollen auch mehr Kinder und Jugendliche den Weg in das neue Domizil finden.

Die Werdohler Künstlerin Annette Kögel präsentierte das Konzept für die Kunstwerkstatt, kurz „Kuba“, die ins Obergeschoss des Bahnhofs einziehen wird. „Unsere Zielgruppe reicht von Vorschulkindern bis zu Jugendlichen“, erklärte Kögel. Geplant seien wöchentliche Kunstkurse am Nachmittag und Projekttage in Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindertagesstätten. „Hier haben wir bereits positives Feedback von den Einrichtungen erhalten“, berichtete Kögel, die als Leiterin der Kunstwerkstatt fungieren wird. Als Dozenten für die Kunstkurse sollen verschiedene Künstler gewonnen werden. Das Angebot richtet sich nicht nur an Kinder und Jugendliche, auch Großeltern oder Eltern sollen animiert werden, ihrer Kreativität gemeinsam in Kursen mit ihren Kindern beziehungsweise Enkeln freien Lauf zu lassen.

Die Werkstatt soll sich durch die Beiträge der Eltern sowie durch Sponsorengelder finanzieren. „Als eine Säule des Kleinen Kulturforums möchten wir außerdem vom Land NRW geförderte Projekte anbieten, wie zum Beispiel Kultur und Schule“, sagte Kögel. Die Ausschussmitglieder waren von den Planungen, die Burkhardt und Kögel vorstellten, beeindruckt. „Da bekommt der Begriff Kulturbahnhof eine ganz andere Qualität“, betonte Bürgermeister Siegfried Griebsch.

Claudia Zubkowski, Leiterin der Stadtbücherei, trug abschließend ihren Jahresbericht vor. So besuchten im vergangenen Jahr 57 400 Besucher die Bücherei und nutzten sie auch als Lernort.

Von Alisa Kannapin

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