Stimmung, Sonne, kühle Getränke und Musik

42. Stadtfest in Werdohl: „Irgendwas ist ja immer“

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Die Coverband Jump aus Sundern heizte am Abend mit Gastsängerin Eli Vidal ein.

Werdohl - Abends füllte es sich. Doch auch da hätten sicher doppelt so viele Menschen auf dem Brüninghaus-Platz ein Plätzchen gefunden. Manche munkelten, das Champions-League-Finale habe die Werdohler davon abgehalten, das Stadtfest zu besuchen. Anderen war es schlicht zu heiß. „Irgendwas ist ja immer“, frotzelten die Dritten über die, „die immer was zu meckern haben“.

Der Stimmung tat das jedoch kein Abbruch. Beinahe alle zwei Meter traf man auf große und kleine Sauerländer, die zu den Klängen der Coverband Jump aus Sundern ausgelassen tanzten. Mit Unterstützung der Werdohler Sängerin Elisabete Vidal sprangen die Musiker durch die Jahrzehnte – von „Does Your Mother Know“ von Abba, über „I Wanna Dance With Somebody“ (Whitney Houston) bis hin zu „Millionen Lichter“ (Christina Stürmer).

Dabei überraschte die Band ihre Zuhörer ein ums andere Mal mit ungewöhnlichen Kombinationen. Kurzerhand machten die Instrumentalisten auf der Bühne etwa aus „Aber bitte mit Sahne“ (Udo Jürgens) und „Rockin’ all Over the World“ (John Fogerty – vor allen Dingen bekannt als Cover von Status Quo) ein Medley.

Am Mittag war der Besucherzuspruch – wie in den Vorjahren auch – zunächst mau geblieben. Einige Besucher vermuteten sogar, dass es aufgrund des sonnigen Wetters noch leerer auf dem nunmehr 42. Stadtfest blieb als je zuvor.

Und tatsächlich befanden sich im Ludwig-Grimm-Park – unter den schattenspendenden Bäumen – im Laufe des Nachmittags deutlich mehr Menschen als auf dem Brüninghaus-Platz. Der Musik ließ sich auch von dort bestens lauschen. Und die Angebote für die Kinder waren sowieso im Umfeld der Christuskirche zu finden, wobei zahlreiche Mädchen und Jungen aber – teils mit ihren Eltern – auch eine Abkühlung im Springbrunnen auf der anderen Straßenseite suchten und fanden.

Der etwas größere Nachwuchs strömte indes ins Parkhaus an der Sparkasse. Dort bot der Lüdenscheider Graffiti-Künstler Yves Thomé Einsteiger-Wissen für die künftige Sprayer-Generation. Das mussten sich die meisten Heranwachsenden nicht zwei Mal sagen lassen.

42. Stadtfest in Werdohl

Einen ungewohnten Stand fanden die Festbesucher in der Freiheitstraße. Dort hatte sich das Realschul-Kollegium eingefunden, um für den Erhalt ihrer Schule zu werben. Bereits in den ersten fünf Stunden hatten sie – nach Auskunft der Schulleiterin Christiane Langs-Blöink – 700 Unterschriften gesammelt.

Auf der Bühne vor dem WK traten die verschiedenen Tanzgruppen der DJK ebenso auf, wie die Line-Dancer der Southern Bandits. Große wie kleine Tänzer bekamen dafür viel Applaus.

Die Gruppen Elengee aus Sundern und Standgas aus Plettenberg unterhielten die Passanten am Nachmittag mit Eigenkompositionen. Standgas-Sängerin Sandra Schüssler enttäuschte jedoch mit fehlender Gesangstechnik. Ihre durchaus schöne Stimme klang schon beim ersten Stück so gehetzt, als wäre sie komplett außer Atem. Umso besser kam Elengee-Sänger Gerwin Leimbach später beim Publikum an.

Aus den Gesprächen der Stadtfest-Besucher war herauszuhören: Unverändert gut an kommt die Konzentration des Festes auf einen zentralen Ort. Der eigens für solche Veranstaltungen konzipierte Brüninghaus-Platz wurde immer wieder ausdrücklich gelobt.

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