Stadtmarketing

Stadtfest und Genuss am Fluss: Entscheidung über Absage ist gefallen

Stadtmarketing-Geschäftsführer Ingo Wöste und Mitarbeiter Andreas Haubrichs stehen vor dem Teil des Bahnhofsgebäudes, in dem das Innovationszentrum von Stadtverwaltung und Marketing entstehen soll. Auf diese Planungen konzentriert sich die Arbeit der Marketing-Gesellschaft, weil alle Großveranstaltungen in 2021 wegen der Corona-Pandemie abgesagt sind.
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Stadtmarketing-Geschäftsführer Ingo Wöste und Mitarbeiter Andreas Haubrichs stehen vor dem Teil des Bahnhofsgebäudes, in dem das Innovationszentrum von Stadtverwaltung und Marketing entstehen soll. Auf diese Planungen konzentriert sich die Arbeit der Marketing-Gesellschaft, weil alle Großveranstaltungen in 2021 wegen der Corona-Pandemie abgesagt sind.

Es wird auch 2021 weder ein Werdohler Stadtfest noch die Großveranstaltung Genuss am Fluss geben. Es wird auch keinen Tag der Rettungskräfte geben, ebenso wenig eine Veranstaltung zum verkaufsoffenen Sonntag im Herbst.

Vielleicht könne der Weihnachtsmarkt im Dezember die erste halbwegs normale Veranstaltung nach der Corona-Pandemie sein. Das ist die Einschätzung von Ingo Wöste, dem Geschäftsführer der Werdohl Marketing GmbH. Dem pflichtete Andreas Haubrichs bei, der im Augenblick der einzige Mitarbeiter von Wöste beim Stadtmarketing ist.

Schon 2020 war alles abgesagt worden, vor einem Jahr war die Aufregung darüber allerdings eine ganz andere. „Damals war das Gertrüdchen in Neuenrade umgefallen und wir gleich mit“, erinnert sich Ingo Wöste. Absagen von größeren Veranstaltungen mit viel Publikum seien nun einmal unpopuläre Entscheidungen.

Zunächst noch Hoffnung für 2021

„Ich habe Anfang des Jahres tatsächlich gedacht, dass wir in diesem Jahr wieder größer feiern können“, sieht Wöste seine persönlichen Erwartungen durch die Corona-Pandemie zunichtegemacht. Wenn allerdings der Landes-Gesundheitsminister sich nicht vorstellen könne, in 2021 Schützenfeste zu feiern, dann könne das Stadtmarketing Werdohl auch nicht an ein Stadtfest denken.

Die Absage von Genuss am Fluss am Lenneufer am Westpark sei noch einmal in einer anderen Kategorie. Gefeiert wird das Fest in der Zeit zwischen Mitte und Ende August. Seit sieben Jahren arbeitet das Werdohler Stadtmarketing mit einem Veranstaltungsdienstleister aus Frankfurt zusammen. Dem sei bereits jetzt abgesagt worden. Wöste und Haubrichs betonen, dass es unmöglich sei, eine Entscheidung über Feiern oder Absagen erst Anfang August oder Ende Juli zu treffen. Personal und Technik seien in diesen Zeiten nicht mehr so flexibel. Alle Verträge enthalten mittlerweile Klauseln, in denen Corona kein kostenfreier Stornierungsgrund ist. Genuss am Fluss spielte auch in den Urlaubskalendern der Mitarbeiter der Wohnungsgesellschaft eine Rolle.

Innovationszentrum in der Debatte

Die Corona-Zwangspause nutzen Wöste und Haubrichs, um neu über das geplante Innovationszentrum im Bahnhofsgebäude nachzudenken. Damit zusammenhängend ist auch die bislang gescheiterte Einstellung einer Person für Veranstaltungsmanagement und größere Projekt-Aufgaben im Bereich Marketing.

Die Stelle war bekanntlich ausgeschrieben und eine Person unter etwa 20 Bewerbungen ausgesucht und eingestellt. Aus persönlichen Gründen verließ die Frau am ersten Tag ihren Arbeitsvertrag. Gleichzeitig hatte Bürgermeister Andreas Späinghaus die Grenzen der Verfügbarkeit städtischen Personals im Innovationszentrum aufgezeigt. Diese Erklärung war auch von den immer noch aktiven Bewerbern wahrgenommen worden. Um eine Klärung, was vom zukünftigen Stadtmarketing-Management erwartet wird, müsse sich jetzt der Aufsichtsrat der Stadtmarketing-Gesellschaft bemühen. Natürlich werde auch mit dem Bürgermeister gesprochen: „Schließlich ist das alles eine städtische Veranstaltung, auch im Bahnhof ist der Bürgermeister der Hausherr.“ Wöste sagt klipp und klar: „Wir würden unsere Leute in das Innovationszentrum schicken und nicht andersherum.“

Eine klare Linie fehlt

Ohne eine festgelegte Linie von Aufsichtsrat und Stadt könne er jedenfalls keine Bewerbungsgespräche führen, so Wöste.

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