Stadtfest am 2. Juni nach alter Väter Sitte

Der Kika-Musiker Fux lockte beim Stadtfest 2011 nur wenige Kinder auf und vor die Bühne der FSV an der Freiheitstraße.

WERDOHL ▪ Das Stadtfest wird am 2. Juni nach alter Väter Sitte gefeiert. Für die noch im September vorgeschlagenen großen Veränderungen gibt es noch keine Durchsetzungskraft. Konsens aller Beteiligten ist, das Konzept in 2013 zu verändern.

Susanne Macaluso vom Werdohler Stadtmarketing berichtete gestern auf Nachfrage, dass die Zeit offensichtlich noch nicht reif sei für ein komplett umgekrempeltes Programm.

Im September hatten Marketing-Chef Wöste, Bürgermeister Griebsch und Macaluso den rund 20 Vereinsvertretern und Geschäftsleuten vorgeschlagen, die Veranstaltung auf nur noch eine Bühne zu konzentrieren und das Fest auf zwei Tage von Samstag bis Sonntag auszuweiten. Wöste hat damals wie heute ein gewichtiges Argument: „Werdohl hat nur das Potenzial für maximal 1000 Besucher.“ Deshalb müssten Gäste aus den umliegenden Städten angezogen werden, außerdem müssten die organisatorischen Kräfte sowie die Mittel gebündelt eingesetzt werden. Wöste sagte damals: „Wir müssen Stars nach Werdohl holen. Ein ‘Weiter so!’ gibt es nicht.“

Dieser Appel blieb zwar nicht ungehört, scheiterte aber in der Umsetzung in diesem Jahr schon allein daran, dass einige Vereine bereits Bands unter Vertrag genommen hatten. An dem Tag im September waren auch keine Vertreter der FSV zugegen, die sich als einer der großen Partner beim Stadtfest verstehen. Die FSV war sonst immer mit ihrem Bühnenwagen am Fritz-Keßler-Platz angestammt, hatte sich vergangenes Jahr probehalber an der Freiheitstraße gegenüber dem Brüninghaus-Platz positioniert. HSV und Schützen hatten sich auf der großen Bühne am Colsman-Platz engagiert. Macaluso: „Die FSV hatte mit ihrem Angebot leider etwas Pech.“ Sie begrüßte, dass der designierte FSV-vorsitzende Thomas Dinter vorstandsintern schon auf die erneute Teilnahme am Stadtfest eingeschworen hatte. Die FSV wird dieses Jahr wohl wieder auf den Keßler-Platz gehen.

Ende vergangenen Jahres kam die Runde mit Griebsch und Wöste sowie mit dem FSV-Vorsitzenden noch einmal nicht öffentlich zusammen. Dort sei, so Macaluso, eine Grundstimmung für Veränderungen auszumachen gewesen. Ab 2013 könne das Stadtfest vielleicht schon auf der neu gestalteten Event-Fläche des Brüninghaus-Platzes gefeiert werden. Macaluso: „Wir haben lange diskutiert, wir sind in konstruktiven Gesprächen.“ Die Idee, das Fest Samstag zu feiern und einen verkaufsoffenen Sonntag anzuhängen, sei ebenfalls nicht aus der Welt.

Anfang Februar werden sich die Vereinsvertreter noch einmal treffen, um sich über die Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes zu informieren. Dann werde auch das Stadtfest thematisiert. Macaluso: „Ich bin sicher, dass wir mittelfristig dort feiern.“

Von Volker Heyn

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