63 Teilnehmer bei "Werdohl schrubbt"

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Die Idee der Bürgermeisterin kam an: 63 Werdohler beteiligten sich.

Werdohl - „Das war ein beeindruckendes Bild“, zeigte sich Bürgermeisterin Silvia Voßloh eine Stunde nach Beginn der Aktion „Werdohl schrubbt“ fast noch sprachlos. „Zu Beginn war die Stadtbrücke rechts wie links gefüllt“, erklärt sie ihre Begeisterung. Zum Auftakt am Samstagmorgen griffen 63 Menschen zu den Bürsten – und schrubbten drauf los.

„So bunt, wie wir sind“, sagte die erste Bürgerin der Stadt und strahlte, „so bunt war auch die Helferschar.“ Zu bekannten engagierten Werdohlern gesellten sich am Samstagvormittag auch Migranten, Asylbewerber, Flüchtlinge und fünf Kinder. Zwei der Mädchen und Jungen kamen sogar aus Plettenberg, waren zu Besuch in der Stadt zwischen Lenne und Verse und packten kurzerhand begeistert mit an.

„Die Kinder habe ich erst einmal für nächste Woche zum Eisessen eingeladen“, lobte das Stadtoberhaupt besonders den Einsatz der Heranwachsenden. Derweil – die Brücke war deutlich schneller als erwartet wieder strahlend sauber – bot die Jugendfeuerwehr allen Helfern einen kleinen Imbiss an.

Voßloh blickte erneut eine Stunde zurück und betonte: „Die Stadt hat zwar die Putzlappen gestellt. Aber einige Werdohler sind sogar mit ihren eigenen Eimern hergekommen.“

Eine Zweitauflage von „Werdohl schrubbt“ ist für die Bürgermeisterin nicht ausgeschlossen: „Wir haben ja noch einige Dinge, die wir auf Vordermann bringen könnten: Stromkästen, Straßen- und Hinweisschilder oder auch die Schnapsbrücke“, überlegt sie. Sie fügt hinzu: „Das macht dann nach und nach das Stadtbild angenehmer.“ Schließlich ruft Voßloh alle Bürger auf: „Ich bin für jede weitere Idee dankbar.“

Dann schaut sie auf die Stadtbrücke, bückt sich und ledert noch einmal nach: „Sonst gibt das solch hässliche Schlieren“, erklärt sie. Jetzt will sie erst einmal neue Putzlappen bestellen.

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