Stadt will wieder eine Tiefbauabteilung gründen

WERDOHL ▪ Die Stadtverwaltung steht kurz vor der Gründung einer neuen Tiefbauabteilung im Rathaus. Gleichzeitig soll dieser Aufgabenbereich aus dem Baubetriebshof herausgelöst werden. Damit verbunden ist die Neubesetzung beider Leitungsstellen.

Informationen zur Folge, die dieser Zeitung vorliegen, sind beide Leitungsstellen bereits intern besetzt worden. Demnach soll Straßenmeister Uwe Bettelhäuser neuer Chef beim Bauhof werden. Die neue Tiefbauabteilung soll von Martin Hempel geleiter werden.

Der umstrukturierte Baubetriebshof und die neue Tiefbauabteilung sollen am 2. Januar ihre Arbeit aufnehmen.

Der ständige Vertreter des Bürgermeisters und „Personalchef“ der Stadtverwaltung, Michael Grabs, sagte dazu auf Nachfrage unserer Zeitung nichts. Diese Dinge seien bislang nur nicht-öffentlich bei der Verwaltung behandelt worden.

Bekanntlich will die Stadtverwaltung das Sondervermögen Abwasser neu ordnen. Bislang wurde diese Aufgabe – also der Kanalbau und die Kanalinstandhaltung – über eine zusätzliche Vereinbarung mit dem bisherigen Stadtwerke-Geschäftsführer Joseph Beier erledigt. Der neue Geschäftsführer der Stadtwerke, Frank Schlutow, wird diesen Arbeitsbereich aber nicht übernehmen. Im Rahmen der Überlegungen zum Sparpaket war bei Gemeindeprüfungsanstalt und Stadtverwaltung die Idee geboren, durch die Rückholung des Sondervermögens in die Verwaltung Geld sparen zu können.

Fußend auf dieser Überlegung soll der Gedanke gewachsen sein, wieder eine Tiefbauabteilung einzurichten. Große Tiefbauprojekte wurden bislang über den Bauingenieur Martin Hempel beim Baubetriebshof erledigt. Logisch scheint, dass Hempel in die neue Tiefbauabteilung wechselt und diese leitet. Beim Baubetriebshof blieben dann neben den Pflegearbeiten und dem Winterdienst nur noch kleinere Auftragsarbeiten.

Die Umstrukturierung soll aus Gründen der Kostenersparnis erfolgen. Im Maßnahmenkatalog des Sparpaketes ist durch die Verlagerung des Sondervermögens Abwasser zur Stadtverwaltung ein Einsparpotential von 40 000 Euro im kommenden Jahr und von jeweils 52 000 Euro in den Folgejahren vermerkt. Diese Einsparung dürfte allerdings nur durch steuerliche Aspekte erzielt werden. Ist die Aufgabe bei der Stadt angesiedelt, kann die Steuer eingespart werden.

Von Volker Heyn

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