Gut drei Wochen nach dem Hochwasser

Stadt zahlt erste Spendengelder an Flutopfer aus

Das Hochwasser hat auch in Werdohl für große Schäden gesorgt. Die Betroffenen sollen jetzt schnell finanzielle Hilfe erhalten.
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Das Hochwasser hat auch in Werdohl für große Schäden gesorgt. Die Betroffenen sollen jetzt schnell finanzielle Hilfe erhalten.

Die Stadt Werdohl wird jetzt die ersten Hilfsgelder für Opfer der Unwetterkatastrophe vom 14./15. Juli auszahlen. Das hat Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) am Mittwoch angekündigt.

Wer wieviel Geld bekommt, habe ein dreiköpfiger Spendenrat entschieden.

Die Stadt hatte wenige Tage nach dem durch das Tiefdruckgebiet „Bernd“ ausgelösten Jahrhundertregen ein Spendenkonto eingerichtet, auf das Geld zur Unterstützung der Werdohler Flutopfer eingezahlt werden konnte. Bis jetzt seien darauf rund 56 000 Euro eingegangen, berichtete Späinghaus. 50 000 Euro werde die Stadt nun an Betroffene auszahlen.

Wolf, Schmale und Klein bilden Spendenrat

Für die Verteilung der Hilfsgelder hat Bürgermeister Späinghaus wie angekündigt einen Spendenrat installiert. Er bestehe aus dem parteilosen Ex-Bürgermeister Manfred Wolf, dem evangelischen Pfarrer im Ruhestand Rüdiger Schmale und dem langjährigen ehemaligen Vossloh-Betriebsratsvorsitzenden Wolfgang Klein, teilte Späinghaus mit.

Weil keine Anträge auf Unterstützung mit Mitteln explizit vom städtischen Spendenkonto eingegangen seien, orientiere sich der Spendenrat bei der Verteilung der eingezahlten Spenden an den im Rathaus vorliegenden Anträgen auf Soforthilfe des Landes. In diesen Fällen sei gesichert, dass die Empfänger tatsächlich zu den Geschädigten des Hochwassers gehören, begründete der Bürgermeister. Wer also Soforthilfe erhält, bekommt zusätzlich noch Geld vom Spendenkonto der Stadt.

Möglichst gerechte Verteilung über Rechenmodell

Eine möglichst gerechte Verteilung der Spenden an die Opfer wolle der Spendenrat über ein Rechenmodell erreichen, das unter anderem die Höhe der Soforthilfen berücksichtige.

Die verbliebenen und noch eingehende Spenden auf dem Konto wolle der Spendenrat zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls an Flutopfer auszahlen, sagte Späinghaus. Jetzt gehe es darum, den Betroffenen mit ersten Zahlungen schnell zu helfen.

Spendenkonto: Stadt Werdohl, IBAN : DE34 4585 1020 0072 7581 39; Verwendungszweck: „Hochwasser 2021“.

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