Nachtabschaltung: Stadt gegen Kostenübernahme

Nachts ist es in den Wohngebieten dunkel.

WERDOHL -   Erst jetzt wurde bekannt, dass im vergangenen Jahr zwei Werdohler Bürger angeboten hatten, teilweise Kosten für die Aufhebung der Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung in bestimmten Stadtteilen zu übernehmen. In beiden Fällen lehnte die Stadt ab.

In einem Fall hatte ein offensichtlich wohlhabender Mann angeboten, rund 250 Euro jährlich an die Stadt zu überweisen, wenn dafür in einigen Straßenzügen am Espenhagen in Pungelscheid auch nachts die Beleuchtung eingeschaltet bleibe. Der Mann wohnt dort.

Dieses Ansinnen ist von der Stadtverwaltung abgelehnt worden. Im Auftrag des Bürgermeisters hatte die Abteilung Bauen und Immobilienmanagment an den Mann geschrieben: „Es wäre sehr bedauerlich, wenn aufgrund des unterschiedlichen Erscheinungsbildes unserer Straßen Unfriede wegen einer vermeintlichen Ungleichbehandlung und eine Spaltung in der Bevölkerung entstehen würde.“

Bürgermeister Griebsch sagte am Dienstag auf Nachfrage, dass er dieses Thema mit den im Rat vertretenen Parteien abgestimmt habe. Es sollten demnach grundsätzlich einheitliche Regelungen im Stadtgebiet gelten. Griebsch: „Wir wollen eine Teilung in ‘arme’ und ‘reiche’ Stadtteile vermeiden.“ Wenn ein Hausbesitzer sich engagieren wolle, könne er sein Grundstück und die Zuwegung dahin privat ausleuchten. - Volker Heyn

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