Digitalisierung an der Gesamtschule mit Top-Speed

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In der Albert-Einstein-Gesamtschule ist aus dem Förderprogramm „Gute Schule“ schon kräftig investiert worden. Das freut nicht nur Schulleiter Sven Stocks (2. v. l.) sondern auch Bürgermeisterin Silvia Voßloh. Marvin Klimach (l.) und Volker Stöckel sind die Ansprechpartner bei der Stadt.

Werdohl – „Wahnsinn, was in dieser kurzen Zeit alles passiert ist,“ sagt Sven Stocks, Leiter der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG). In Sachen Digitalisierung hat sich in der Schule am Riesei in den vergangenen Monaten eine Menge getan.

„Wir sind wirklich sehr gut unterwegs“, freut sich auch Bürgermeisterin Silvia Voßloh (CDU) – und verweist sichtlich stolz auf die Beschilderung „Gute Schule“, die jetzt im Foyer angebracht werden konnte. Das Schild zeigt an, dass in der Bildungseinrichtung mindestens 50 000 Euro aus dem Förderprogramm des Landes NRW in Zusammenarbeit mit der NRW.Bank investiert worden sind. In Werdohl ist diese Summe inzwischen allerdings deutlich höher – und die Digitalisierung geht weiter.

Durch das Förderprogramm habe die Stadt bereits im Jahr 2018 mehr als 87 500 Euro in die Gebäudesubstanz investiert. „Und im vergangenen Jahr sind fast 374 000 Euro in Digitalisierungsmaßnahmen an die AEG geflossen“, stellt Marvin Klimach von der Abteilung Schule, Kultur, Sport und Service fest.

Im aktuellen Haushalt seien circa 383 000 Euro eingeplant. „Von diesem Geld sind etwa 50 000 Euro in die Verkabelung von acht naturwissenschaftlichen Fachräumen und der Küche investiert worden“, berichtet Klimach.

Zwei solcher NW-Räume sollen von Grund auf erneuert werden – vom Bodenbelag über Wasseranschlüsse bis zur modernen Ausstattung. Geplant sei, die Räume durch eine Glastür miteinander zu verbinden, und einen Raum ausschließlich mit Stehtischen auszustatten. „Er soll dann ausschließlich zur Durchführung von Experimenten genutzt werden“, beschreibt Schulleiter Sven Stocks.

Im zweiten Raum könnten Schüler und Lehrer die theoretischen Lerninhalte erarbeiten. Doch auch dieser Raum werde sich für die Durchführung von Experimenten eignen, so Stocks.

Lieferzeit bis zu 20 Wochen

Die Ausschreibung solle in Kürze erfolgen, kündigt Marvin Klimach an. Allerdings befürchtet er, dass die Räume dennoch erst im kommenden Jahr genutzt werden können. „Die Lieferzeit für die entsprechende Möblierung liegt momentan bei 16 bis 20 Wochen.“

Parallel zur Ausstattung der neuen Räume geht es auch an anderer Stelle voran: „Alle 141 Lehrkräfte in Werdohl sollen ein iPad bekommen“, berichtet IT-Fachmann Klimach. Finanziert würden diese durch Sonderförderprogramme innerhalb des Digitalpakts, ergänzt Bürgermeisterin Voßloh. Circa 500 Euro stünden pro Lehrkraft zur Verfügung. „Ein Standardgerät, mit dem alle Grundschullehrer ausgerüstet werden, ist für diesen Preis zu haben“, sagt Marvin Klimach. Lehrer der weiterführenden Schulen, die ein bessere Ausstattung wünschen, müssten die Zusatzkosten selbst tragen.

iPads auch für alle Grundschulen

Für jede Grundschule und die Realschule im Stadtgebiet würden 32 iPads angeschafft, für die Gesamtschule 64. In der Realschule stünden den Schülern bereits 64 Geräte und in der Gesamtschule 96 Geräte zur Verfügung. Aufbewahrt werden die Tablets in den Grundschulen und in der Realschule in speziellen Koffern, in der Gesamtschule sollen demnächst Spezial-Schränke in jedem Trakt zur Verfügung stehen.

Dass die Digitalisierung an den Werdohler Schulen, besonders aber an der AEG, so zügig vorangeht, sei auch der Verstärkung der Abteilung Schule, Kultur, Sport und Service zu verdanken, stellt Silvia Voßloh fest. Deren Mitarbeiter Marvin Klimach wurde im März 2019 eingestellt. Gemeinsam mit Volker Stöckel arbeitet er seither in einem Team, das sich über viel Lob freuen darf: „Hier ist nachhaltiger Support gesichert, das ist ein ganz entscheidender Vorteil für uns“, unterstreicht AEG-Leiter Stocks fest. Im Gegensatz zu anderen Schulen, die sich bei Problemen auf teils überlastete Hotlines verlassen müssten, sei das städtische Service-Team jederzeit ansprechbar: „Sie reagieren sofort und helfen uns hier vor Ort eine Lösung zu finden.“

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