Stadt Werdohl lässt die Fugendichte bestimmen

Das Pflaster auf dem Brüninghaus-Platz soll mehr aushalten

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Udo Swat von der Firma Fugensonde Metzing misst die Dichte des Materials auf dem Brüninghaus-Platz. Bauingenieurin Nina Hoffmann und Thomas Schmidt von der Tiefbauabteilung der Stadt schauen als Auftraggeber interessiert zu, Marvin Siebers (rechts) vom Gutachterbüro PTM überwacht die Sondierungsarbeiten.

Werdohl – Experten haben sich mit dem Pflaster auf dem Brüninghaus-Platz befasst - genau genommen mit den Fugen. Denn wenn bei der Verfugung Fehler gemacht worden sind, kann das gravierende Folgen haben. Vorschläge für Verbesserungsmaßnahmen gibt es dann auch.

Immer wieder lässt Udo Swat das Gewicht an einer Führung heruntergleiten, die Stahlrolle schlägt den genau austarierten Dorn immer tiefer in die Fuge zwischen zwei Pflastersteinen auf dem Brüninghaus-Platz. Bauexperten der Stadt Werdohl schauen interessiert zu. Swat setzt das metallene Gerät an immer neuen Stellen an, schaut auf die Messeinheit am Gerät und auf sein Smartphone. Nebenan ist die Firma Ossenberg dabei, den Untergrund des Pflasters nachzuarbeiten.

Beide Arbeiten hängen zwar miteinander zusammen, behandeln aber verschiedene Sachverhalte. Während Ossenberg mit der Nachbesserung des Schüttmaterials unter den Steinen beschäftigt ist, misst Swat die Belastbarkeit und Dichte des Fugenmaterials zwischen den Steinen.

Fehler bei der Fugenverfüllung haben negative Folgen

Bauingenieurin Nina Hoffmann von der Tiefbauabteilung der Stadt erklärt diese Zusammenhänge: „Das Büro PTM aus Dortmund hat für uns die Verarbeitungsqualität der Pflasterarbeiten auf dem Brüinghaus-Platz begutachtet. Weil wir zudem lockere Steine auf dem Platz entdeckt haben, lässt PTM mit Hilfe der Firma Fugensonde Metzing die Dichte des Fugenmaterials dokumentieren.“

Das Büro von Metzing aus Wolfenbüttel bei Braunschweig wird aber nicht nur die Fugendichte bestimmen, sondern auch Lösungsvorschläge für eine Verbesserung erarbeiten. 

Udo Swat kennt die Thematik von vielen Plätzen und Wegen in Europa. Ungebundene Pflasterdecken und Plattenbeläge können noch so gut hergestellt sein, Fehler bei der Fugenverfüllung hätten immer negative Folgen. Mit der selbst entwickelten Fugensonde könne das Unternehmen schnell, einfach und leicht nachvollziehbar die Fugenqualität bestimmen.

Stadt will Klappern verhindern

Die Spezialisten aus Niedersachsen werden der Stadt vorschlagen, die Fugen mit Wasser einzuschlämmen und mit einer Rüttelplatte zu verdichten. Damit werde die „Kornumlagerung“ verbessert und Lufteinschlüsse ausgetrieben. Swat bringt das Beispiel von der Dose mit Kaffeepulver: „Schlägt man die Dose ein paar Mal auf, dann sackt das Pulver zusammen und verdichtet sich.“

Die Stadt will damit erreichen, dass das Pflaster auf dem Brüninghaus-Platz mehr Belastung aushalten kann, keine Fahrspuren entstehen und es später nicht klappert. Thomas Schmidt von der Tiefbauabteilung weist darauf hin, dass das zu vergleichsweise geringen Belastungen der Anlieger und Passanten führen werde. Für die Verdichtung der Fugen müssten jedenfalls keine Steine aufgenommen werden.

Baumängel sollen bis April beseitigt sein

Im Ustea-Ausschuss wurde am Dienstag berichtet, dass die gutachterlich festgestellten Baumängel bis April beseitigt sein sollen. Der Wochenmarkt wird voraussichtlich am 9. Mai erstmals auf dem Brüninghaus-Platz aufbauen können. Die Stadt fordert, dass die punktuelle Belastung von 150 Kilogramm nicht überschritten wird und dass Fahrzeuge, die den Platz befahren, nicht schwerer als 7,5 Tonnen sind.

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