Werdohl will bereit sein, wenn die Regionale 2025 beginnt

+
Stadtplanerin Kathrin Hartwig will vorbereitet sein, wenn die Projektphase für die Regionale 2025 beginnt.

Werdohl - Vergleichsweise entspannt bleibt die Werdohler Stadtverwaltung in der Ende vergangener Woche aufgekommenen Diskussion um die eventuell deutlich geringer ausfallenden Fördermittel von der Europäischen Union (EU) für die Regionale 2025 in der Region Südwestfalen.

„Ich sehe keine akute Gefahr“, sagte Bürgermeisterin Silvia Voßloh auf Anfrage. Bis 2022 seien die Mittel ohnehin gesichert. Es sei aber richtig, sich bereits jetzt Gedanken über den Folgezeitraum zu machen. „Es ist wichtig, sich zeitig darum zu kümmern und die Dinge in die richtigen Bahnen zu lenken. Denn was eine Regionale bringen kann, haben wir bei der ersten Auflage 2013 gesehen“, sagte Voßloh.

Im Zuge der Regionale 2013 wurden in Werdohl bekanntlich mehrere städtebauliche Projekte wie die Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes und der Bau der Lenneterrasse mit Fördergeldern in Millionenhöhe realisiert.

EU stellt alle Ausgaben auf den Prüfstand

Mit dem heimischen Europaabgeordneten Peter Liese (CDU) und Südwestfalen-Agentur-Geschäftsführer Hubertus Winterberg kümmern sich laut Voßloh nun Personen „mit der erforderlichen Weitsicht“ um den Dialog mit Brüssel.

Liese hatte zuletzt erklärt, dass bei der EU derzeit alle Ausgaben auf dem Prüfstand stünden und durch den Brexit und neue Prioritäten wie Grenzsicherung und Fluchtursachenbekämpfung die Mittel für Südwestfalen bei der zweiten Regionale knapper ausfallen könnten, nachdem zuletzt rund 30 Millionen Euro aus dem Topf der europäischen Wirtschaftsförderung in Projekte im Sauerland geflossen waren. „Wir müssen alles tun, damit auch die Regionale 2025 mit Mitteln aus dem EU-Haushalt unterstützt wird“, sagte Liese deshalb.

Werdohl bekam gar kein Geld aus Europa

Werdohl profitierte bei der ersten Regionale in Südwestfalen von den Millionen aus Brüssel übrigens nicht. „Unsere Projekte wurden allesamt durch Mittel aus Städtebau-Fördertöpfen von Bund und Land unterstützt“, sagte Stadtplanerin Kathrin Hartwig im Gespräch.

Unabhängig von der Diskussion um die mögliche Fördermittelhöhe laufen die Vorbereitungen vor dem offiziellen Startschuss am 12. Oktober für die Regionale 2025, die unter der Überschrift „Digital. Nachhaltig. Authentisch.“ steht, ohne Unterbrechung weiter. „Ab April finden die ersten Impulsveranstaltungen statt“, sagte Hartwig. Verteilt über Südwestfalen sind ab nächsten Monat Expertenvorträge unter dem Leitmotto Digitalisierung zu Themenbereichen wie Gesundheit, Mobilität, Kultur oder dörfliche Entwicklung geplant, um daraus mögliche förderfähige Regionale-Projekte zu entwickeln.

Für konkrete Projektideen noch zu früh

„Dann dürfte die ganze Regionale für viele Menschen greifbarer werden“, glaubt Bürgermeisterin Voßloh. So sieht es auch die Stadtplanerin. Für konkrete Projektideen sei es derzeit zu früh. „Diese gilt es in den nächsten Monaten zu entwickeln, um im Idealfall die ersten Maßnahmen direkt im Oktober einreichen zu können“, sagte Hartwig. Deshalb werde sich die Stadtverwaltung zusätzlich zu den Impulsvorträgen im Zeitraum Mai/Juni weitere Experten ins Haus holen, um Denkanstöße zu bekommen.

Weitergeführt werden sollen die Treffen der Lenkungsgruppe Lenneschiene, in der die Stadtplaner der Kommunen entlang des Flusses vertreten sind. Diese hatten im Rahmen der ersten Regionale gemeinsam unter anderem mehrere Projekte zur Aufwertung der Uferbereiche in den Innenstädten und damit auch zur touristischen Entwicklung angeschoben. „Da schauen wir jetzt, wie es weitergehen kann, wo noch Bedarf besteht oder welche neuen Projekte entwickelt werden können. Ob diese dann durch Mittel über die Regionale-Struktur oder andere Fördertöpfe unterstützt werden, wird sich zeigen“, sagte Hartwig abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.