Stadt Werdohl erstattet Anzeige und beseitigt Schmierereien

Bauhofmitarbeiter Roger Schriever hat gestern Morgen die Schmierereien am Mahnmal im Ludwig-Grimm-Park entfernt. Auch die Kunstwerke sind gereinigt worden. 

Werdohl - Mit dem Hochdruckreiniger macht sich Bauhofmitarbeiter Roger Schriever daran, die Schmierereien am Mahnmal im Ludwig-Grimm-Park zu entfernen.

Schon nach wenigen Augenblicken steht fest: Dieser Plan funktioniert, die Stadt muss keine Spezialfirma mit den Reinigungsarbeiten beauftragen. 

„Das wäre sicher nicht gerade preiswert gewesen“, stellt Schriever fest. Zumal nicht nur die Steinblöcke des von dem Werdohler Künstler Paul Seuthe gestalteten Mahnmals mit Farbe besprüht wurde: In der vergangenen Woche hatten Unbekannte auch den Brunnen des Werdohler Bildhauers Kurt Kornmann mit Buchstaben und anderen Symbolen beschmiert. In denselben Farbtönen wurde außerdem das Gesicht einer Figur bemalt, die zur sogenannten Schweinegruppe gehört – einer Kupferblech-Plastik des Plettenberger Künstlers Peter Klassen auf der Bahnhofstraße. 

Sprühdose neben Brunnen gefunden

Neben dem Kornmann-Brunnen wurde eine leere Sprühdose der Marke Goodmark gefunden, die von dem oder den Tätern stammen könnte. Die Farbe und die damit aufgesprühten Buchstaben lassen die Vermutung zu, dass an allen drei Stellen der oder dieselben Täter am Werk waren. 

„Wir haben Anzeige erstattet, und hoffen, dass sich eventuell Zeugen melden, die etwas Verdächtiges beobachtet haben“, berichtet Reinhild Wüllner-Leisen von der Stadt Werdohl. 

Videoüberwachung angeregt

In diesem Zusammenhang regte der Werdohler Jürgen Hennemann im Gespräch mit der Redaktion an, über eine Videoüberwachung der Kunstwerke und des Mahnmals nachzudenken. Nach einer solchen Maßnahme hatte sich auch die WBG kürzlich im Rat erkundigt, als es unter anderem um die Verunreinigung des Alfred-Colsman-Platzes ging. 

Allerdings hat die Verwaltung in ihrer Vorlage begründet, warum die Videoüberwachung des Platzes rechtlich nicht zu rechtfertigen ist: Das Polizeigesetz NRW besage, dass die Videoüberwachung in öffentlichen Bereichen auf Kriminalitätsbrennpunkte beschränkt sei, wo wiederholt Straftaten verübt werden.

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