Werdohl will Manager für den Klimaschutz einstellen

Durch ein Klimaschutzkonzept will Werdohl den CO2 -Ausstoß bis 2050 um 70 Prozent senken.

Werdohl - Die Stadt Werdohl hat sich mit dem Entschluss für ein Integriertes Klimaschutzkonzept dafür entschieden, sich aktiv für den Klimaschutz zu engagieren. Umsetzen soll das Konzept ein Klimaschutzmanager, über dessen Einstellung am Montag, 15. Februar, der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung entscheiden soll.

Mit Hilfe des Klimaschutzkonzeptes will Werdohl die CO2 -Emissionen bis zum Jahr 2030 um 35 Prozent, bis 2050 sogar um 70 Prozent senken. Verwirklicht werden soll das durch den vermehrten Einsatz regenerativer Energien, durch Sanierung von Gebäuden, durch Maßnahmen zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs, durch Klimaschutzprojekte an den Schulen, aber auch durch Beratungsangebote und Öffentlichkeitsarbeit. „Die Stadt Werdohl nimmt Klimaschutz als Querschnittsaufgabe wahr, die vielfältige Handlungsfelder betrifft“, heißt es deshalb auch im Klimaschutzkonzept. Die meisten Maßnahmen seien kurz- bis mittelfristig umzusetzen – allerdings unter dem Vorbehalt, dass genügend Personalkapazität und Geld zur Verfügung stehe.

So ehrenwert die Klimaschutzziele der Stadt auch sein mögen, die Umsetzung der geplanten Maßnahmen hängt also immer auch von der finanziellen Machbarkeit ab. Und als Stärkungspaktkommune muss Werdohl da stets die Beschlüsse zur Haushaltskonsolidierung im Blick haben. Andererseits spielt genau diese Situation der Stadt in die Karten, wenn es um die Personalkosten geht, die für einen Klimaschutzmanager anfallen, der die Maßnahmen selbst umsetzen, aber auch andere Stellen beraten und weitere Maßnahmen initiieren und koordinieren soll. Den hält die Stadtverwaltung nämlich für unabdingbar: „Um die Vielzahl der Projektvorschläge strukturiert bearbeiten, umsetzen und öffentlichkeitswirksam darstellen zu können, ist die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle in der Verwaltung sinnvoll“, schreibt sie in einem Papier, das den Ausschussmitgliedern für die Sitzung am Montag zugegangen ist. Nur dadurch könne sichergestellt werden, dass das Klimaschutzkonzept umsetzungsfähig wird. Allerdings müsste die finanziell angeschlagene Stadt Werdohl nur einen Bruchteil der Personalkosten von jährlich rund 65 000 Euro tragen. Im Rathaus rechnet man damit, dass das Bundesumweltministerium mindestens 85 Prozent dieser Kosten übernehmen wird.

Der Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung wird am Montag ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses sowohl über das Klimaschutzkonzept, als auch über die Einstellung eines Klimaschutzmanagers beraten. Die Sitzung ist öffentlich.

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