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Werdohl braucht 168 Wahlhelfer

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Von: Volker Griese

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Zu den Aufgaben der Wahlhelfer gehört auch das Auszählen der Stimmen am Abend des Wahlsonntags. Tagsüber sind sie mit dafür verantwortlich sein, dass die Wähler im Wahllokal frei und geheim ihre Stimme abgeben können.
Zu den Aufgaben der Wahlhelfer gehört auch das Auszählen der Stimmen am Abend des Wahlsonntags. Tagsüber sind sie mit dafür verantwortlich sein, dass die Wähler im Wahllokal frei und geheim ihre Stimme abgeben können. © Griese

Ohne sie geht gar nichts – Wahlhelfer organisieren, überwachen und ermöglichen überhaupt erst demokratische Wahlen. Und doch beklagen einige, vor allem größere Gemeinden in Nordrhein-Westfalen vor der Landtagswahl, dass sie nicht genügend Freiwillige für dieses Ehrenamt finden. In Werdohl ist das anders.

Werdohl - „Es sieht gut aus“, sagte am Dienstag Andrea Mentzel, die im Werdohler Rathaus für die Vorbereitung und Durchführung der Landtagswahl am 15. Mai zuständig ist, auf die Frage, ob sie bereits ausreichend Wahlhelfer gefunden habe. Für die Besetzung der 21 Wahl- und Briefwahllokale benötigt die Stadt Werdohl 168 Wahlhelfer. Die Helfer stammen zum überwiegenden Teil aus der Stadtverwaltung oder anderen Stellen des öffentlichen Dienstes: Rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus diesem Bereich stellten sich am Wahlsonntag in den Dienst der Demokratie, rechnet Andrea Mentzel zusammen. 18 Wahlhelfer kommen ihren Angaben zufolge „aus dem politischen Raum“, werden also von den Parteien gestellt. Somit fehlten am Dienstag, knapp vier Wochen vor der Wahl, noch noch etwa 20 Helferinnen oder Helfer. Andrea Mentzel macht das aber nicht unruhig. „Es fehlen nur noch einige wenige Zusagen“, ist sie zuversichtlich, die Lücken kurzfristig schließen zu können.

Denn nicht nur Beamte, Verwaltungsangestellte oder Parteimitglieder können Wahlhelfer werden. Die ehrenamtliche Aufgabe kann vielmehr jede Person übernehmen, die am Wahltag 18 Jahre alt ist und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Vier Freiwillige hätten sich deshalb auch auf einen entsprechenden Aufruf der Stadt Werdohl gemeldet, berichtet Andrea Mentzel. Einige Interessierte habe sie aber auch zurückweisen müssen, teilt sie auf Nachfrage mit. Der Grund sei gewesen, dass sie nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besessen hätten. 22 der bisher rund 150 Wahlhelfer engagieren sich übrigens zum ersten Mal bei der Durchführung einer Wahl. Für die Arbeit im Wahlvorstand sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich. Was die Helfer wissen müssen, wird ihnen von der Stadt vermittelt, auch helfen die erfahreneren Kollegen im Wahlvorstand gerne weiter.

Die Wahlhelfer verrichten ihre Arbeit zwar ehrenamtlich, vollkommen leer gehen sie aber trotzdem nicht aus. Für ihren Einsatz erhalten sie ein sogenanntes Erfrischungsgeld, in der Regel 35 Euro.

Der Wahlvorstand tritt am Wahlsonntag um 7.30 Uhr zusammen. Die Wahlzeit beginnt mit der der Öffnung der Wahlllokale um 8 Uhr und endet um 18 Uhr, wenn die Wahllokale schließen. Üblicherweise arbeiten die Wahlvorstände – nach vorheriger Absprache – in zwei Schichten zu je fünf Stunden. Zur Stimmenauszählung ab 18 Uhr muss der Wahlvorstand wieder vollzählig versammelt sein. Die Auszählung dauert dann in der Regel noch einmal zwei Stunden.

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