Vossloh-Lok an die Stadt übergeben

Anne Traub und Martin Vossloh überreichten ein Betriebsbuch mit technischen Daten der Lok an Bürgermeisterin Silvia Voßloh. Auch Vorstandsmitglied Oliver Schuster und der frühere Bürgermeister Siegfried Griebsch (von links) nahmen an der Zeremonie teil. -  Foto: Raidt

Werdohl - „Die Fahrten mit der Lok waren ein unvergessliches Erlebnis“, blickte Anne Traub am Montag zurück. Ihr Vater, der Werdohler Ehrenbürger Dr. Hans Vossloh, hatte die Lokomotive im Oktober 1998 zu seinem 80. Geburtstag geschenkt bekommen. Jetzt gehört des Industriedenkmal der Stadt Werdohl und wurde gestern Bürgermeisterin Silvia Voßloh übergeben.

Von Constanze Raidt

„Ich freue mich, dass der Transport so gut geklappt hat“, sagte das Stadtoberhaupt mit Blick auf die recht spektakuläre Beförderung mit Hilfe eines Krans vor zehn Tagen. Genau wie ihr Amtsvorgänger Siegfried Griebsch habe sie sich das Trittsteinbiotop in Versevörde als neuen Standort für das Denkmal vorgestellt. „Die Lok wertet den Platz auf“, sagte Voßloh.

Auch der ehemalige Bürgermeister nahm an der Übergabe-Zeremonie teil. Er erinnerte daran, dass bis 1955 die Strecke der Schnurre an der Verse entlangführte. „Die Lok steht jetzt ein paar Meter versetzt von der alten Trasse“, erinnerte Griebsch, der mit der Familie und dem Unternehmen Vossloh den Standort ausgesucht hatte. Nicht zuletzt sei die Lok aber auch ein Symbol für das neue Image der Stadt Werdohl: „Die Ortseingänge werden anders gestaltet.“

Eine Gedenktafel an der Lok erinnert außerdem an Dr. Hans Vossloh, der im Jahr 2009 verstarb. Er habe die Arbeitsverhältnisse im Unternehmen so krisensicher und fair wie möglich gestaltet, sagten seine Kinder Anne Traub und Martin Vossloh. Mit „Erfahrung, Fachwissen und seiner ruhigen, unaufgeregten Art“ sei er anderen Menschen immer ein Ratgeber gewesen. Oliver Schuster, Vorstandsmitglied der Vossloh AG, erinnerte an die „Unbeirrbarkeit und Durchsetzungsfähigkeit“ Hans Vosslohs. „Dieser Geist ist noch in der Vossloh-AG spürbar.“

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