Stadt muss Spielgeräte rechtfertigen

Auf weitere neue Spielgeräte müssen Werdohler Kinder noch warten. ▪ SV-Archiv

WERDOHL ▪ Eine Aufwertung von Spiel- und Bolzplätzen im Gegenwert von 43 000 Euro liegt auf Eis. Die Aufsichtsbehörde in Lüdenscheid will von der Werdohler Verwaltung wissen, warum die Einzelmaßnahmen „unaufschiebbar und unabweisbar“ sind, also warum sie überhaupt und ausgerechnet jetzt erfolgen sollen. Wie berichtet, hatte der stellvertretende Jugend-Fachbereichsleiter Bodo Schmidt die überraschende Nachricht dem Jugendhilfeausschuss mitgeteilt. Er konnte aber nichts zu den genauen Gründen des Klärungsbedarfs sagen.

„Wir haben keine Begründung der Maßnahmen“, erklärte gestern auf SV-Nachfrage die Kreis-Sprecherin Ursula Erkens. So fehlten beispielsweise Angaben zur Größe des Spielplatzes und zur Notwendigkeit von Ersatzbeschaffungen beziehungsweise Neuanschaffungen. „Wir können uns kein Bild machen.“ Nachdem am 21. März seitens der Stadt um eine Freigabe der investiven Maßnahmen gebeten worden sei, habe die Aufsichtsbehörde schon am 23. März geantwortet. Erkens: „Bis jetzt gibt es keine weitere Reaktion.“

Eine solche soll noch in dieser Woche geliefert werden, wie Schmidt gestern im SV-Gespräch erklärte. „Man muss sauber dran arbeiten. Uns nutzen keine Schnellschüsse.“ Das Verfahren werde zeitnah und sorgfältig abgearbeitet.

Für welche Verärgerung die ausstehenden Arbeiten auf den Spiel- und Bolzplätzen sorgen, wurde während der Jugendhilfeausschusssitzung deutlich. CDU-Ratsherr Frank Jardzejewski wollte gar Druck über das politische Gremium auf die Aufsichtsbehörde erzeugen und brachte eine Petition ins Gespräch. Wenig begeistert von dem Aufschub des Aufbaus von Spielgeräten war auch der Ausschussvorsitzende Cornelius Böttcher. Ihm reichten die Begründungen des stellvertretenden Jugend-Fachbereichsleiters nicht aus, warum es weiter hakt. Dieser meinte, es mangele an einer konkreten Begründung. ▪ Marco Fraune

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