Stadt investiert 132.000 Euro in Turnhalle Kleinhammer und Gesamtschule

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In der Turnhalle Kleinhammer lässt die Stadt Werdohl derzeit die Wasserleitungen austauschen und neue Duschpaneele installieren. Dazu muss Patrick Stummer von der Firma Hillbrecht auch die Wände aufstemmen.

Werdohl - Die Stadt Werdohl investiert gerade in die Turnhalle Kleinhammer und in die Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG). Zusammen 132 000 Euro fließen in die beiden städtischen Gebäude.

In der Turnhalle neben der Grundschule in Kleinhammer sind die Handwerker bereits seit der vergangenen Woche an der Arbeit. Sie stemmen dort die Wände der Duschräume auf und öffnen die Raumdecken von Umkleiden und Sanitäranlagen – doch alles mit Maß und Ziel. „Wir lassen die alten Kalt- und Warmwasserleitungen aus Kupfer durch neue Mehrschichtverbund-Leitungen ersetzen“, erklärte Peter Guido Grau vom Immobilienmanagement der Stadt. Solche Rohrleitungen, die aus einem Kunststoff-Außenmantel, einer Sperrschicht aus Aluminium und einem Kunststoff-Innenrohr bestehen, hat die Stadt auch schon in anderen Gebäuden verbauen lassen. So will sie Rohrbrüchen vorbeugen. 

Außerdem werden in Kleinhammer nach dem Vorbild der Turnhalle Köstersberg Duschpaneele aus Edelstahl eingebaut, die über eine automatische Bakterien- und Legionellenspülung verfügen. Dafür verschwinden die längst nicht mehr benötigten Seifenschalen ebenso von den Wänden wie die veralteten Waschbecken. Alles in allem kostet die Renovierung der Duschräume rund 46 000 Euro und damit etwa acht Prozent weniger, als die Stadt im Investitionsplan vorgesehen hatte. Bezahlen muss die Stadt die Rechnung aber ohnehin nicht mit eigenem Geld, sondern mit Mitteln aus dem Landesförderprogramm Gute Schule 2020. 

Arbeiten dauern bis zu fünf Wochen 

Bis zu fünf Wochen können diese Arbeiten in der Turnhalle Kleinhammer dauern. Eine Woche davon ist schon vorüber. Schüler und Vereinssportler können die Halle also voraussichtlich ab dem 19. November wieder in vollem Umfang nutzen. 

Deutlich schneller sollen die Arbeiten vonstattengehen, die am Montag in der AEG begonnen haben. Dort lässt die Stadt in dieser und der nächsten Woche vier Fensteranlagen aus Aluminium austauschen. Kostenpunkt: rund 86 000 Euro. Das ist deutlich mehr, als die Stadtverwaltung erwartet hatte. Allerdings war die Maßnahme auch schon seit 2016 immer wieder verschoben worden, weil die Politik abwarten wollte, welche Vorgehensweise der Arbeitskreis Schule zur Entwicklung der Werdohler Schullandschaft machen würde. 

In der Zwischenzeit sind nicht nur die Preise gestiegen, es ist auch Feuchtigkeit ins Gebäude eingedrungen, was zu Schimmelbildung geführt hat. Also werden die rund 35 Jahre alten gekoppelten Fenster der Büros von Schulleitung, stellvertretender Schulleitung und Sekretariat im ersten Obergeschoss und des Computerraums im zweiten Obergeschoss jetzt ausgetauscht. 

Stadt muss Kosten nicht alleine tragen

Immerhin muss die Stadt Werdohl auch diese Kosten nicht alleine tragen. Sie kann Zuschüsse in Höhe von rund 77 000 Euro (90 Prozent) aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes einplanen. Die Fenster in den Büros sollen in dieser Woche eingebaut werden, der Computerraum ist in der ersten Wochen nach den Herbstferien an der Reihe. „Ein Komplettaustausch in den Ferien war aufgrund der Auftragslage der Firma leider nicht möglich“, erklärte Peter Guido Grau.

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