Vandalismus in Pungelscheid

WERDOHL ▪ Die zunehmende Zahl der Sachbeschädigungen in Pungelscheid war am Dienstag Thema im Jugendhilfeausschuss. Ausschussmitglied Willibald Mertens (WBG) wies daraufhin, dass sich die Vorfälle in diesem Stadtteil häufen würden.

Nicht nur der Unterstand für Jugendliche sei in den letzten Wochen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Er wüsste auch von Anwohnern, deren Hausfassade beschädigt wurde, die die Beschädigungen jedoch nicht zur Anzeige bringen wollten, weil sie Angst vor Repressalien hätten. „Wie will die Stadt dagegen vorgehen?“, fragte Mertens.

Bodo Schmidt, Leiter des Bereiches Soziales und Wohnen, bestätigte, dass sich die Lage in Pungelscheid in den letzten Wochen zugespitzt hätte. „Die Entwicklung in dem Stadtteil ist als äußerst ungünstig zu bezeichnen“, machte Schmidt deutlich. Dem Ordnungsamt und der Polizei sei die Situation bekannt. Geplant sei auf jeden Fall, dass sich der Streetworker der Stadt diesem Bezirk mehr widmen wird. „Diese Situation macht auch deutlich, wie wichtig die Prävention in der Jugendarbeit ist“, sagte Schmidt. Er gab aber zu bedenken, dass diejenigen, die für den Vandalismus verantwortlich sind, vermutlich gar nicht mehr zu dem Betreuungsklientel des Jugendamtes zählen würden. „Das ist dann Sache der Strafverfolgung.“ Man sei in Kontakt mit der Polizei. „Ein Treffen zu diesem Thema wird in Kürze stattfinden“.

Bürgermeister Griebsch machte deutlich, dass es für die Aufklärung der Vorfälle enorm wichtig sei, dass die betroffenen Bürger Kontakt zur Verwaltung und zur Polizei aufnehmen. „Wir können nur dann wirklich helfen, wenn wir auch wissen, wo konkrete Probleme aufgetreten sind“, sagte Griebsch.

Im Gespräch mit unserer Zeitung machte Bodo Schmidt auch noch einmal deutlich, dass sowohl im Falle von Sachbeschädigung oder Belästigung die Daten der betroffenen Personen geschützt werden. „Wir können nur versichern, dass die Daten von Stadt und Polizei vertraulich behandelt werden“, erklärte Schmidt und bat die Bürger sich zu melden. Er gehe zwar davon aus, dass sich Anwohner sicher durch den Müll oder Lärm gestört fühlen, wenn in der Nähe zum Beispiel öffentliche Einrichtungen beschädigt werden. „Wir sehen zwar den Vandalismus in der Stadt, nicht nur zuletzt an dem Unterstand in Pungelscheid, aber die Reaktionen der Bürger sind nicht die entsprechenden.“ Das sei eine traurige Entwicklung, aber die Verwaltung haben solche Probleme in der Vergangenheit bereits gut lösen können, „und ich bin relativ zuversichtlich, dass wir das auch dieses Mal hinbekommen.“

Im Falle des Unterstandes seien vor kurzem die Plexiglasscheiben ausgebaut worden, weil sie zu stark beschädigt waren. „Außerdem reinigen wir die Anlage regelmäßig und haben ein Auge darauf, aber das löst die Grundproblematik nicht“, so Schmidt.

Von Alisa Kannapin

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