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Stadt denkt über Neubau auf Hallenbad-Grundstück nach

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Von: Volker Griese

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Der Grünplatz am Riesei und das benachbarte Grundstück des alten Hallenbads sollen Platz bieten für das neue Feuerwehrhaus der Löschgruppe Brüninghaus.
Der Grünplatz am Riesei und das benachbarte Grundstück des alten Hallenbads sollen Platz bieten für das neue Feuerwehrhaus der Löschgruppe Brüninghaus. © Volker Griese

Erst einmal wird für die Löschgruppe Brüninghaus wohl noch in diesem Jahr auf dem Gelände der Firma Menshen Im Ohl ein Containerdorf aufgestellt, damit die Feuerwehrheinheit endlich die nicht tragbaren Zustände in ihrem derzeitigen Domizil hinter sich lassen kann. Im Rathaus wird aber bereits an einer dauerhaften Bleibe gearbeitet. Und das könnte durchaus eine große Lösung werden.

Werdohl ‒ Die Stadtverwaltung hat den Grünplatz am Riesei und das benachbarte Grundstück mit dem alten Hallenbad an der Carl-Diem-Straße als möglichen Standort eines neuen Feuerwehrhauses für die Löschgruppe Brüninghaus identifiziert. Erste planerische Hürden hat der Rat in seiner Sitzung am Montagabend beseitigt, indem er zunächst die Änderung des Flächennutzungsplans und direkt anschließend die Änderung des Bauungsplans für den betreffenden Bereich eingeleitet hat. Beide Entscheidungen fielen einstimmig.

Die Flächennutzungsplanänderung ist notwendig, weil der geplante Standort planungsrechtlich dem Außenbereich zuzuordnen ist und Feuerwehrgerätehäuser im Außenbereich nach dem Baugesetzbuch nicht zulässig sind. Erst aus einem rechtskräftigen Flächennutzungsplan kann aber ein neuer Bebauungsplan entwickelt werden, der schließlich die Nutzung des Geländes durch den Bau eines Feuerwehrhauses ermöglicht.

Um Zeit zu sparen, hat der Rat beide Änderungsverfahren gleichzeitig eingeleitet. Bürgermeister Andreas Späinghaus deutete aber bereits in der Sitzung an, dass dennoch etwas Geduld erforderlich sein dürfte. Es könne durchaus zweieinhalb Jahre dauern, bis die Änderungsverfahren abgeschlossen seien, sagte er.

Am Ende könnte der Standort der Löschgruppe Brüninghaus aber größere Bedeutung erlangen als bisher. So ist denkbar, dass dort einmal eine hauptamtliche Feuerwache angesiedelt werden könnte. Diese Option hatte sich die Stadt bisher immer für das ebenfalls neu zu errichtende Feuerwehrhaus für den Löschzug Stadtmitte am Grasacker offen gehalten. Mittlerweile kristallisiert sich aber heraus, dass sich der dortige Standort nicht für eine hauptamtliche Feuerwache eignen würde, weil er hochwassergefährdet ist. Die Überlegungen gehen deshalb inzwischen in die Richtung, eine solche Feuerwache am Riesei anzusiedeln. Auf absehbare Zeit sehe er allerdings keine Notwendigkeit für eine hauptamtlich besetzte Feuerwache in Werdohl, sagte Bürgermeister Späinghaus. Er gehe davon aus, dass die Freiwillige Feuerwehr noch sehr lange ihren Dienst versehe.

Mit größter Wahrscheinlichkeit werden aber die Jugendfeuerwehr und die Kinderfeuerwehr am neuen Standort der Löschgruppe Brüninghaus angesiedelt. Und das hat einen ganz einfachen Grund: Am Riesei steht wesentlich mehr Platz für einen Neubau zur Verfügung als am Grasacker. Deshalb könnten dort auch zusätzliche Räume für die Nachwuchsabteilungen der Feuerwehr geschaffen werden.

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