Stabwechsel bei der Musikschule Lennetal

Gerhard Schmiedel (rechts) begrüßt Martin Theile als künftigen Leiter der Musikschule Lennetal.

WERDOHL ▪ Mit Wirkung vom 1. August dieses Jahres wird Martin Theile – wie schon kurz berichtet – die Nachfolge von Stefan Köhler antreten, der 17 Jahre lang die Leitung der Musikschule Lennetal inne hatte. Am Donnerstag wurde der „Neue“ offiziell im Rahmen einer Vorstandssitzung der Musikschule vorgestellt. Stefan Köhler hingegen wird bei einem Fest und Förderpreiskonzert am 19. Juni offiziell verabschiedet.

Nachfolger Theile nutzte die Gelegenheit, um in einem kurzen Vortrag seine Vorstellungen für die künftige Arbeit zu umreißen. Der Herr über 1 150 Schüler (in allen Mitgliedskommunen des Musikschul-Zweckverbandes) und 25 Lehrer machte zwar deutlich, dass sich die Arbeit innerhalb der Musikschule in den letzten Jahren „mehr in die Breite entwickelt“ habe; gleichwohl wolle er den Spagat zwischen Breiten- und Spitzenförderung schaffen. Zudem möchte er die Schule „als wichtigen Bestandteil der kommunalen Bildungslandschaft platzieren“.

Martin Theile, der nach einer internen Ausschreibung vom Vorstand vorgeschlagen und letztlich gewählt wurde, ist in der Musikschule kein unbeschriebenes Blatt. Hier unterrichtet er seit fünf Jahren; drei davon war er Bezirksstellenleiter in Altena. „Ich kenne die Strukturen daher sehr genau“, stellte er fest.

Vorgestellt wurde am Donnerstag auch der nach der Kommunalwahl neu berufene, geschäftsführende und erweiterte Vorstand der Musikschule Lennetal. Vorsitzender ist Gerhard Schmiedel (Altena), sein Stellvertreter ist Dierk Rademacher (Neuenrade). Als Schatzmeister fungiert Rainer Gumz (Werdohl) und Schriftführerin ist Barbara Benner (Plettenberg). Weiterhin gehören dem Gremium Jörg Mertens (Werdohl), Josef Brockhagen (Neuenrade), Dietmar Rottmann (Plettenberg) und Rüdiger Schwerdt (Altena) an.

Was die Vorstellungen der Werdohler CDU und WBG betrifft, die Musikschule im Rahmen der Neuordnung der Schullandschaft nach Ütterlingsen verlegen zu wollen, stellte Vorsitzender Gerhard Schmiedel klar, dass man sich direkt an die Politik gewandt und den eigenen Standpunkt deutlich gemacht habe. Er hoffe, dass dies in die Beratungen einfließe. Zu begrüßen wäre, wenn es beim Standort keine Veränderungen gebe, zumal – wie Martin Theile ergänzte – in Ütterlingsen keine Aula für die Orchester, den Kinderchor oder die Vorspiele vorhanden sei. Das jedoch sei Voraussetzung für eine funktionierende Ensemblearbeit.

Der Werdohler Kulturausschuss wird sich mit diesem Themenkomplex am 25. Mai auseinander setzen, und für die übrigen Kommunen gilt: Sie möchten gefragt und gehört werden. Bisher sei niemand an sie herangetreten.

Rainer Kanbach

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