„Wenn ich groß bin...“

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Daniela Mathia (hinten rechts) zeigte den Grundschülern die Sparkasse.

Werdohl - „Wenn ich einmal groß bin, werde ich...“ – Diesen Satz haben viele Eltern mit Sicherheit schon einmal von ihren Sprösslingen gehört. Die Kleinen nennen dabei verschiedene Berufe, doch wissen sie dabei überhaupt, was ein Zahnarzt, ein Florist oder gar eine Bürgermeisterin den ganzen Tag macht? Und wie heißen die Menschen, die in einer Bank arbeiten? Diese Fragen bekommen die Kinder der katholischen Grundschule St. Michael in einer AG im Rahmen der OGS beantwortet.

Am Mittwoch besuchten die Kinder aus dem zweiten bis vierten Schuljahr mit ihren Lehrerinnen Kuni Rakow und Karin Sommer die Sparkassenfiliale an der Freiheitstraße in Werdohl. Daniela Mathia, Jugendmarktberaterin der Werdohler Sparkasse, führte die Kinder durch die Filiale und erklärte ihnen alles Wissenswerte. Nachdem Kollegen, Berufe und Aufgaben einer Bank erklärt waren, durften die Kinder selbst tätig werden und Geld einzahlen und abheben.

„Wir haben uns auch vorher über das Thema Bank unterhalten und den Kindern einiges erklärt. Viele von ihnen können mit dem Konzept der Sparkasse nichts anfangen. ,Da geht man hin und bekommt Geld‘, haben einige gesagt“, erklärte Rakow. Nachdem die Kinder erfahren hatten, dass man dazu eine Karte benötigt, war direkt die Frage „Können wir eine Karte kaufen?“ zu hören.

Sogar Geld einzahlen und abheben durften die Schüler.

Mathia führte die Kinder auch zu der „geheimen Kasse“, an der Kunden höhere Beträge, geschützt vor neugierigen Blicken, abheben können. Viel Spaß hatten die Grundschüler bei der extra für sie vorbereiteten Schnitzeljagd, die zu einem Schatz im Tresor führte. Nachdem eifrig allen Hinweisen nachgegangen worden war, erhielten die Kinder schließlich Präsente von der Sparkasse. Den Abschluss bildete ein Quiz über die Sparkasse und den Besuch der Kinder.

In der AG lernen die Grundschüler nicht nur die Arbeit in der Sparkasse kennen. Ihre Lehrerinnen haben im Vorfeld viele verschiedene Termine organisiert, sodass bis zu den Sommerferien jeden Mittwoch in einen neuen Beruf hineingeschnuppert werden kann. „Wir haben zum Beispiel schon die Arbeitsfelder des Gärtners und des Floristen kennengelernt. Bei Blumen Fromm wurde uns der Unterschied erklärt. Außerdem durfte jedes Kind eine Blume einpflanzen und am Ende des Schuljahres wird die bestgepflegte Pflanze prämiert“, erzählte Rakow.

In der Fortuna Apotheke erfuhren die Schüler, wie Salben hergestellt werden. „Die Kinder haben dem Apotheker ein Loch in den Bauch gefragt, er wusste irgendwann gar nicht mehr, was er sagen soll“, schmunzelte die Lehrerin über die Neugierde ihrer Schützlinge. Beim Optiker Jung wurden dann die jungen Augen getestet: Nach einer ausführlichen Führung durch die Werkstatt machte Thomas Jung Sehtests mit den neugierigen Besuchern.

Beim Zahnarzt durften die Schüler selbst tätig werden. Vier Mutige ließen Abdrücke von ihren Zähnen machen, die später beim Besuch des Zahntechnikers ausgegossen wurden. Der Zahnarzt erklärte, wie Füllungen gemacht werden und welche Arten es gibt. Die ausgegossenen Abdrücke durften die Kinder mit nach Hause nehmen.

Bis zu den Ferien stehen noch die Polizei, der Süderländer Volksfreund und Bürgermeisterin Silvia Voßloh auf dem Plan, verriet Rakow abschließend.

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