Spur 8 will „Schönheit des Glaubens“ erlebbar machen

+
Mehr als 20 Zuhörer verfolgten die als Schnupperabend deklarierte Auftaktveranstaltung des Seminars Spur 8.

Werdohl - „Spur 8 – Entdeckungen im Land des Glaubens“. Das ist erneut der Titel eines Seminars der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl, das nach rund zweijähriger Pause am Dienstagabend – diesmal im Gemeinderaum der Kreuzkirche – begonnen hat.

Die Auftaktveranstaltung war wiederum als „Schnupperabend“ deklariert, um jedem Teilnehmer die Gelegenheit zur Entscheidung zu geben, ob er der Einladung auf eine „Entdeckungsreise ins Land des Glaubens“ tatsächlich folgen soll.

Wie zuvor schon Marlies Kanbach bei ihrer Begrüßung, so hob auch „Reiseleiter“ und Pfarrer Dirk Grzegorek die Faszination hervor, die bei einem Besuch in diesem „Land des Glaubens“ deutlich werde. Und aus welchem Motiv heraus jeder der Teilnehmer gekommen sei: Er gratuliere zu der Entscheidung, denn es sei gut, über Fragen des Glaubens intensiv nachzudenken.

Gott, Jesus, Sinn des Lebens, Glaube, Sünde, Christ werden und Christ bleiben – das sind die elementaren Stationen, die bis in den Februar hinein die Teilnehmer beschäftigen werden. Der achte Abend schließlich steht im Zeichen eines Gottesdienstes, dessen Bedeutung als Fest des Lebens festgeschrieben ist.

Als „Reiseleiter“, so der leidenschaftliche Christ Dirk Grzegorek, wolle er bis zum 12. Februar versuchen, dass die Zuhörer Lust am Glauben bekommen. Und was am Ende auch zusammengefasst werden könne: Es werde gut sein. Zwar dürften die Teilnehmer auch mit Schwierigkeiten konfrontiert werden, doch das Seminar werde ohne Manipulation, Tricks und Fallen auskommen. Nicht einer allein werde sich zu den einzelnen Themenkomplexen äußern. Ziel sei es vielmehr nach den jeweiligen Impulsreferaten, dass alle miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen. Allerdings: Keiner muss einen Beitrag leisten, aber jeder darf es. Gelegenheit dazu besteht in kleinen Gesprächskreisen, die dann bis zum Schluss aber auch personell nicht mehr verändert werden sollten.

Bei einer Reise in ein unbekanntes Land sei es gut, eine Karte oder einen Kompass dabei zu haben. Manchem fehle eine solche Ausrüstung – oder sie sei nur unvollständig. Spur 8 biete sozusagen den Zugang ins Land des Glaubens und überbrücke kirchliche Traditionen, die sich zum Teil verselbständigt haben und nicht mehr zu verstehen seien. Deshalb sei es auch nicht immer leicht, etwas von der „Schönheit des christlichen Glaubens“ zu erkennen. Der „Nebel aus Tradition und Konvention“ werde durch das Seminar gelichtet.

Pfarrer versteht sich als Entdecker

Er sei Entdecker und wolle es bleiben, so Dirk Grzegorek. Er wolle seine Zuhörer zu neuen Erfahrungen locken und Wissen vermitteln. Zwei Begriffe, die er bildlich mit einer Person in einem Boot verglich. Man komme nur vorwärts, wenn die Ruder in einem aufeinander abgestimmten Rhythmus bewegt werden, um sich über Gott und die Welt oder Kirche und Christsein im Einklang zu sehen. Unnötiges Reisegepäck habe niemand nötig. Es reiche, sich selbst mitzubringen – und das möglichst alle Abende, denn die Themen bauen aufeinander auf. Grzegorek verglich es so: Im Land des Glaubens haben Glaube und Liebe eines gemeinsam. Man könne beides nicht erzwingen. Glauben sei ein Wagnis, die Wirklichkeit aus bestimmten Blickwinkeln zu sehen.

Die weiteren Seminarabende, die jeweils auch musikalisch umrahmt werden, finden bis zum 12. Februar statt. Nächstes Treffen ist heute – von 19 bis 21 Uhr, ebenfalls im Gemeinderaum der Kreuzkirche. Wer einen Abend verpasst haben sollte, kann sich im Internet unter der Adresse www.kurse-zum-glauben.de informieren.

Von Rainer Kanbach

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare