Spritziger Neujahrsempfang in der Pfarrei St. Michael

Ulrike Böhmer begeisterte die Gäste beim Neujahrsempfang der Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade.

WERDOHL ▪ Wenn die Stimmung in der Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade so bleibt wie beim Neujahrsempfang, dann wird es ein gutes Jahr für die Gemeindemitglieder. Manches Lachtränchen wurde da verdrückt, als Ulrike Böhmer am Mittag den großen Pfarrsaal betrat und sofort für gute Laune sorgte.

Die Kabarettistin aus Iserlohn ist in der Kirche zuhause und plaudert gerne aus dem Nähkästchen. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und knöpft sich in unnachahmlicher Weise Gemeindeleben wie Kirchenobere vor. Das begeisterte auch die vielen Gemeindemitglieder aus Werdohl und Neuenrade, die nicht zuletzt beim Bericht über das „pastorale Fusionsgedöns“ aus dem Lachen nicht herauskamen.

Der begeisternde Auftritt der Kirchenkabarettistin war der zweite Höhepunkt für den Auftakt des Jubiläumsjahres in der Gemeinde. Zuvor hatte schon das feierliche Hochamt mit der Deutschen Messe für Männerchor und Streicher für „Genuss für Leib und Seele“ gesorgt, wie Pater Irenäus in seiner Begrüßung meinte.

Er dankte vor allem den zahlreichen Ehrenamtlichen, die mit ihrer Arbeit das Bild der Gemeinde positiv nach außen tragen und ohne die es nicht ginge. Das „pastorale Fusionsgedöns“ war auch bei ihm – in anderer Form – ein Thema: „Die Gemeinden in Neuenrade und Werdohl gehören zusammen“ blickte er auf die etwas mehr als vier Jahre der Zusammenlegung zurück: „Uns verbindet vieles.“ So auch das Gründungsdatum: Am 29. September 1861 wurden in beiden Gemeinden die ersten heiligen Messen gefeiert.

Gefeiert werden soll das 150-jährige Jubiläum in diesem Jahr. Einiges ist schon in Vorbereitung. So hat die franziskanische Jugend 150 Klöster in aller Welt mit der Bitte um Gebete angeschrieben und auch schon etliche Antworten bekommen.

Am 3. Juli wird der Bischof ein Pontifikalamt in St. Michael zelebrieren, am 3. Mai gibt es einen Pfarreitag im Hochsauerland nannte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Brockhagen weitere Termine. Er nannte nachdenklich machende Zahlen. Von 9431 im Jahr 1990 ist die Zahl der Gemeindemitglieder auf jetzt 7208 gesunken. 37 Taufen, 52 Kommunionskinder, 45 Firmlinge, zwölf Hochzeiten, 94 Verstorbene, 55 Kirchenaustritte und drei Eintritte listete er auf. Besonders freut er sich, dass in St. Maria Heimsuchung am 3. April mit Pater Matthias ein neuer Pastor eingeführt wird. Er dankte den Patres, dass sie die zusätzliche Belastung nach der Abberufung von Pfarrer Fabritz so gut gemeistert haben: „Nicht eine Messe ist ausgefallen.“

Neben dem Jubiläum wird sich auch um die Kirche St. Michael herum einiges tun, war dem Bericht des Kirchenvorstandes zu entnehmen, der einen Überblick über die Maßnahmen des vergangenen Jahres gab. Jetzt steht eine Kanalsanierung an, und auch die Mauer am Pfarrhaus mache Sorgen.

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