Sprache als Kernkompetenz

+
Sybille Böddecker, Leiterin der Grundschulstandorte Königsburg und Kleinhammer, informierte die Eltern.

WERDOHL ▪ Die Eltern der künftigen Lernanfänger waren am Mittwoch in die Stadtbücherei zu einem Vortrag eingeladen. Weil die Veranstaltung so gut besucht war, mussten weitere Stühle hineingetragen werden. Im Mittelpunkt standen vor allem die Fähigkeiten, über die die Jungen und Mädchen bei der Einschulung verfügen sollten.

Jedes Kind habe den Anspruch auf die bestmögliche Bildung, Erziehung und Betreuung, sowohl zu Hause als auch in der Tageseinrichtung, sagte Sybille Böddecker, Leiterin der Grundschulstandorte Königsburg und Kleinhammer. Zudem informierte Britta Schwarze, Schulleiterin der evangelischen Grundschule, die Eltern. Die Kitas seien kein Zubringer für die Schulen, sondern verfolgten ihre eigenen Bildungspläne und böten die besten Voraussetzungen, um den Kindern ein spielerisches und forschendes Lernen zu ermöglichen, betonte eine der Leiterinnen der Werdohler Kindertagesstätten.

Eine gewisse Bewegungsfähigkeit des Nachwuchses sei besonders wichtig beim Schuleintritt. Zum einen hätten die Kinder einen hohen Drang sich zu bewegen, der in den Kitas auch aktiv gefördert werde. Zum anderen bilde die Bewegung eine Verknüpfung zur Sprache und Mathematik. Dies sei zudem wichtig für eine ausgeglichene Entwicklung des Kindes, erläuterten die anwesenden Erzieherinnen. Zur Bewegung zähle aber auch die Feinmotorik, die durch Malen, aber auch durch generelles Arbeiten mit den Händen trainiert werde.

Der Sprache komme ebenfalls eine besondere Bedeutung zu. Nur wer die deutsche Sprache beherrsche, könne auch gut lernen. Deswegen forderte Britta Schwarze die Eltern auf, mit ihren Kindern zu Hause deutsch zu sprechen. Auch das Kind einfach erzählen zu lassen, sei fördernd für die Entwicklung der Sprachfähigkeit. Im Zusammenhang mit der Sprache erläuterte Sybille Böddecker, Leiterin der Grundschule auf der Königsburg und in Kleinhammer, das Prinzip des Delfin 4-Sprachtests. Dieser finde zwei Jahre vor der Einschulung statt und diene vor allem dazu, festzustellen ob Kinder Förderung bräuchten. Das alles geschehe im Spiel mit maximal vier Kindern. „Sehen sie eine Sprachförderung nicht als Manko, sondern als Chance“ wies sie die Eltern an. Sie stelle sicher, dass ihre Kinder einen guten Start in die Schule hätten, so die Referentin.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare