Sportplatz Riesei gesperrt

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Alles grün: Der Kunstrasenplatz Riesei ist am Dienstagnachmittag von der Stadtverwaltung gesperrt worden. Nachdem dort grüne Glasscherben gefunden wurden, ist eine maschinelle Reinigung nötig. Es besteht Verletzungsgefahr.

Werdohl - Die Verwaltung hat den Kunstrasenplatz Riesei am Dienstagnachmittag aus Sicherheitsgründen gesperrt. Unbekannte hatten über Pfingsten großflächig Glasscherben auf der Spielfläche und den Nebenflächen verteilt. Uli Betten, bei der Stadt zuständig für die Sportstätten: „Grüne Scherben auf grünem Kunstrasen sind kaum zu sehen. Die Verletzungsgefahr ist sehr groß.“

Entsprechende Nachrichten bekamen alle betroffenen Sportvereine und Schulen unverzüglich. Schilder weisen auf dem Platz auf die Sperrung hin. Betten hatte darüber hinaus angeordnet, dass beide an der Stirnseite befindlichen Zugangstore zusätzlich versperrt werden. Das schien aber einen Übungsleiter mit seiner Gruppe am Dienstagabend nicht davon abzuhalten, das Verbotsschild beiseite zu nehmen und auf dem Platz zu trainieren. Die Sportler räumten einige der sichtbaren Scherben weg. Die Sperrungs-Anweisung der Stadt wurde einfach ignoriert.

Der Kunstrasenplatz muss allerdings auf jeden Fall maschinell gereinigt werden. Die Stadt Werdohl spricht sich mit der Stadt Plettenberg bezüglich der Reinigungsmaschine ab. Wenn möglich, soll der Platz bis zum 18. Juni wiederhergestellt sein. Betten: „Wir brauchen auch etwas trockenes Wetter für die Reinigung.“ Für den 18. Juni sind Spiele angesetzt, die notfalls auch nach Altenmühle verlegt werden können.

Betten ist sauer auf die Leute, die sich auf den städtischen Sportanlagen einfach nicht benehmen können: „Das sind irgendwelche Idioten.“ Er habe selbst gesehen, wie meterhohe Metallgitterzäune überklettert würden: „Abgesperrte Tore halten keinen ab.“ Dennoch reagiere die Stadt und werde in Zukunft die Sportanlagen so gut wie möglich verschließen. Auch der Naturrasenplatz, dessen Umlaufbahn bislang auch an Wochenenden von Hobbyläufern genutzt werden konnte, werde abgesperrt.

Betten hat das Vereinen und Schulen so geschrieben: „Ab sofort ist ein Betreten des Stadiongeländes nur durch das Haupttor am Naturrasenplatz möglich. Bisher wurde die Toranlage nicht verschlossen. Ab sofort ist diese Toranlage nach Nutzung von Vereinen und Schulen zu verschließen.“ An der Toranlage befinde sich ein Vorhängeschloss, das von Übungsleitern und Lehrern benutzt werden müsse.

Betten warnt davor, den Kunstrasenplatz zu benutzen. Auch wenn keine Scherben sichtbar seien, Splitter würden sich im kurzen Flor des Rasens verstecken. Geschehe trotz der Sperrung ein Unfall, gebe es Schwierigkeiten mit der Versicherung.

Die Vereine sollen bis auf Weiteres den Naturrasenplatz für das Training nutzen. Bei Überschneidungen sollten die Sportler einvernehmliche Lösungen finden. Die Kosten für die zusätzliche maschinelle Reinigung zahlt die Stadt.

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