Sporthelfer der Gesamtschule sind überall im Einsatz

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Die Sporthelfer der Albert-Einstein-Gesamtschule sind an einheitlichen Hosen und Trikots zu erkennen.

Werdohl - Sie bringen jüngeren Mitschülern Dribbel-Tricks bei, betreuen Werdohler Grundschüler während der Bundesjugendspiele und sind sogar bei der Wassergewöhnung für Kindergartenkinder im Einsatz – beziehungsweise im Schwimmbecken: Für die Sporthelfer der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) endet das ehrenamtliche Engagement nicht an den Grenzen ihres Schulgeländes.

Mehr als 40 Jugendliche im Alter von etwa 14 bis 17 Jahren stehen momentan zur Verfügung. Die Schüler der Klassen acht bis elf haben sich freiwillig gemeldet, um sich zu Sporthelfern ausbilden zu lassen. Und kurz vor Weihnachten endete das Bewerbungsverfahren für das kommende Jahr. Dann scheiden viele Oberstufenschüler aus dem Ehrenamt aus, weil sie sich auf ihre Abiturprüfungen vorbereiten müssen. „Deshalb werden wir im Januar wohl mehr als 15 neue Sporthelfer ausbilden“, sagt Sportlehrer Tim Hellmeier, der an der AEG für das Projekt zuständig ist.

Gemeinsam mit seinen Kollegen Falk Metzler, Dirk Schweitzer und Renate Bremer – sie war ursprünglich Initiatorin des Projektes – ist er Ansprechpartner der Sporthelfer, für deren Ausbildung zuständig und koordiniert unter anderem die Einsätze für die Jugendlichen. „Wer Sporthelfer werden möchte, muss sich bewerben. Meistens gibt es etwa doppelt so viele Bewerber wie Ausbildungsplätze“, berichtet Tim Hellmeier. Bei der Auswahl der geeigneten Kandidaten spielten dann mehrere Kriterien eine Rolle – Sportlichkeit stehe nicht an erster Stelle.

„Wichtig ist ein hohes Maß an sozialer Kompetenz und großes Verantwortungsbewusstsein“, beschreibt der Sportlehrer. Gemeinsam mit den anderen Ausbildern und in Rücksprache mit den jeweiligen Klassenlehrern wählt Hellmeier die Jugendlichen aus, die sich dann an fünf Tagen in insgesamt 35 Zeitstunden zum Sporthelfer qualifizieren. Träger des Sporthelfer-Programms ist die Sportjugend NRW in Kooperation mit der Bezirksregierung und dem Schulministerium in NRW. Die Ausbildung entspricht der Gruppenhelfer I-Ausbildung der Sportjugend NRW und ist ein erster Baustein im Qualifizierungssystem des organisierten Sports.

Die Einsatzbereiche der Sporthelfer sind vielfältig. Neben der schon genannten Unterstützung bei Sportveranstaltungen der Werdohler Grundschulen – auch, wenn sich die Werdohler Gemeinschaftsgrundschüler um ihr Sportabzeichen bemühen, sind die Gesamtschüler mit im Boot – helfen sie natürlich bei der Organisation schulinterner Sportveranstaltungen. Sie unterstützen Lehrer unter anderem bei der Sportplatzaufsicht in den Pausen und sind an der Gestaltung diverser Sport-AGs in der Mittagspause beteiligt oder selbst dafür zuständig.

„Natürlich kommt dem Projekt auch die Lage unserer Schule zugute. Wir haben hier eine große Sporthalle, das Stadion Riesei und das Hallenbad sind gleich um die Ecke“, stellt Tim Hellmeier fest. Die Mitschüler erkennen ihre Sporthelfer auf Anhieb: Der Förderverein der Schule sorgt dafür, dass jeder der engagierten Jugendlichen mit einem Trikot und einer Hose ausgestattet wird.

„Für bestimmte Veranstaltungen leiht der Förderverein den Sporthelfern bei Bedarf zusätzlich Pullis und Regenjacken“, erklärt Tim Hellmeier. Im Durchschnitt würden sich die Jugendlichen 45 bis 60 Minuten wöchentlich ehrenamtlich für ihre Schule engagieren, weiß Hellmeier. „Manche bringen sich mehr ein, manche weniger. Momentan haben wir einen sehr engagierten Sporthelferjahrgang. Viele sind auch noch als Schulsanitäter aktiv“, lobt er sein Team. Belohnt werde der Einsatz der Jugendlichen mit einem Vermerk auf dem Zeugnis und einem dazugehörenden Zertifikat.

Für die Sporthelfer ist der eigentliche Lohn allerdings der Spaß an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit. „Ich hatte einfach Lust, mich im Sportbereich zu engagieren. Das liegt mir“, sagt der 15-jährige Leon Evers, der auch in der Fußballabteilung des Tus Versetal aktiv ist. Schulsprecher Nico Friedel, ebenfalls 15 Jahre alt, kann auch dank der Sporthelferausbildung schon als Schiedsrichter und Trainerassistent im FC Altena mitmischen. „Es macht mir einfach Spaß. Ich finde es toll, mit Jugendlichen zu trainieren“, erklärt Nico Friedel. Er sagt: „Ich möchte Jüngeren zeigen, dass sie mit Sport etwas anfangen können und dass es viel besser ist, sportlich aktiv zu sein, als rumzuhängen und sich zu langweilen.“

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