„Spinnerte Idee“ wird am Jugendzentrum zur Realität

Mehr als 40 Gäste begutachteten am Samstagmorgen im Jugendzentrum die erstaunlichen Ergebnisse der Bemühungen der Baubetriebshof-Mitarbeiter. - Foto: Koll

WERDOHL - „Die Jugend wurde schon immer falsch eingeschätzt“, betont Bürgermeister Siegfried Griebsch. Um seine These zu belegen, zitiert er den griechisches Philosophen Aristoteles (384 bis 322 vor Christus).

Der sagte einst: „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.“ Da die Jugend aber eben doch die Zukunft und besser als ihr Ruf sei, sei es folgedessen auch richtig, etwas für sie zu tun.

Und genau das haben in den vergangenen Monaten die Mitarbeiter vom Baubetriebshof gemacht. Sie richteten das Außengelände des Werdohler Jugend- und Bürgerzentrums nach Feierabend und an den Wochenenden auf Eigeninitiative her (wir berichteten). Am Samstagvormittag präsentierten sie im Jugendzentrum den mehr als 40 Sponsoren, der Verwaltung, der Politik und später am Nachmittag auch der Bevölkerung das überwältigende Ergebnis.

Baubetriebshof-Leiter Uwe Bettelhäuser erinnerte sich bei einer kurzen Ansprache an den Sommer 2012. Damals habe er „den Platz aus Sicherheitsgründen“ sperren müssen. Ihm habe das Herz geblutet. Dann habe er ein Gespräch mit dem Baubetriebshof-Mitarbeiter Jürgen Becker geführt. Dieser habe die Idee gehabt: „Das machen wir in unserer Frezeit wieder schön.“

Als er das erste Mal von dieser Idee gehört habe, blickt Bürgermeister Siegfried Griebsch zurück, sei er zunächst erstaunt und komplett sprachlos gewesen. Und jetzt, wo alles fertiggestellt sei, „weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, mich zu bedanken“. Das Stadtoberhaupt hebt noch hervor: „Dem fertign Platz sieht niemand an, wie viel Arbeit da drin steckt.“

Tobias Chylka, Mitarbeiter der Stadtjugendpflege, ergänzt: „Die Planung entwickelte sich in einem spinnerten Kaffee-Gespräch.“ Und dann sei aber alles „unheimlich schnell bewegt und gemacht“ worden.

Von Michael Koll

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