Spinnen-Alarm in Werdohl Thema bei "Genial daneben" im Fernsehen

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Entschieden sich falsch: Charlotte Würdig, Wigald Boning und das Rateteam hatten nicht mit einer Schwarzen Witwe in Werdohl gerechnet. 

Werdohl - Spinnen-Alarm herrschte Mitte Oktober 2018 beim Unternehmen Vossloh in Werdohl – und in dieser Woche noch einmal im TV.

In einer Holzkiste aus Colorado war im Oktober neben technischen Bauteilen auch eine Schwarze Witwe mit ins Sauerland transportiert worden. Weil diese aus der Kiste krabbelte und zunächst nicht mehr aufzufinden war, löste das Tier einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. 

Biologie-Student reicht Frage ein

Um diesen drehte sich am Mittwoch eine Quizfrage in der Sat1-Vorabendshow „Genial daneben“ mit Hugo Egon Balder, in der Prominente Fragen von Zuschauern beantworten müssen. Der Düsseldorfer Biologie-Student Falk Nagies fragte: „Warum banden Feuerwehrleute bei einem Einsatz im Sauerland im Oktober 2018 ihre Hosenbeine mit Kabelbindern zu?“ 

Promis liegen "Genial daneben"

Gemeint war der Einsatz der Werdohler Wehr bei Vossloh. Denn die richtige Antwort lautete: „Sie suchten eine Schwarze Witwe.“ Das wussten Hella von Sinnen, Wigald Boning, Bastian Bielendorfer und Charlotte Würdig allerdings nicht.  Sie glaubten stattdessen, die Einsatzkräfte hätten durch Ameisenkolonien zu einem Brand laufen müssen. 

„Ich habe die Sendung selbst gar nicht gesehen, war an diesem Tag an der Feuerwehrschule in Münster“, sagte Feuerwehrchef Kai Tebrün. An den Einsatz konnte sich Tebrün aber noch sehr gut erinnern: „Der gehört auf jeden Fall zu den kurioseren. Vor allem das große Medieninteresse danach hat mich wirklich überrascht.“ 

Spinne mit Trick gefangen

Der Einsatz hatte mehrere Stunden gedauert, denn das etwa Fünfmarkstück große Tier war in eine Ritze zwischen Randsteinen gekrabbelt und zunächst nicht aufzufinden. Um die Suche sicherer zu gestalten, griffen die Einsatzkräfte zu einem Trick: Nachdem sie mit der Ladung von vier CO2-Feuerlöschern alles Leben in dem betroffenen Kiesstreifen „schockgefrostet“ hatten, wurden die Steine herausgekratzt – mit zugebundenen Hosenbeinen, um ein Hineinkrabbeln der Spinne zu verhindern. 

Abtransport in Saftflasche

Schließlich wurde die Schwarze Witwe leblos gefunden und in einer leeren Saftflasche abtransportiert. Kai Tebrün brachte das Tier anschließend zu einem Werdohler Mitglied des Naturschutzbundes, die es weiterleitete nach Hemer. Neben der Werdohler Wehr werden nun wohl auch die Sat1-Rate-Promis diesen Einsatz nicht mehr so schnell vergessen.

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