Spezialisten in Sachen Trauer

Spezialisten in Sachen Trauer Das Image der Bestatter könnte besser sein. „Schließlich konfrontieren sie die Menschen mit der eigenen Sterblichkeit“, sagt Oliver Wirthmann, Geschäftsführer beim Kuratorium Deutsche Bestattungskultur.

„Und damit wollen sich zu Lebzeiten die wenigsten auseinandersetzen.“ Dabei hätten aber Bestatter gerade durch ihren Umgang mit Verstorbenen eine ungemein wichtige, existenzielle Aufgabe: „Sie erfüllen ein Grundbedürfnis menschlicher Kultur, indem sie als Mittler zwischen den Welten, als Schleusenwärter des Überganges vom Leben in den Tod fungieren. Bestatter helfen den Hinterbliebenen, den definitiven Statuswechsel des Verstorbenen zu verstehen und eine neue Beziehung zu diesem auszubauen“, so Wirthmann weiter. Bestattern geht es in erster Linie darum, Traditionen zu wahren und den Verstorbenen Würde zu geben und Wertschätzung entgegenzubringen. Darin sind sie konservativ. Das heißt aber natürlich nicht, dass Bestatter immer nur zurück schauen. Modernität und individuell ausgearbeitete Konzepte für die Trauernden ist der Branche sehr wichtig.

Er berät seine Kunden auch bei der Bestattungsvorsorge, meldet die Rentenversicherung ab, organisiert die Trauerfeier, engagiert einen Trauerredner, kümmert sich um die Blumendekoration oder wählt die Trauermusik aus. „Bestatter sind heute hochgradig spezialisiert und immer auch beratend tätig“, erklärt der Fachmann.

Die Wahl des Bestatters habe sehr viel mit persönlicher Bindung zu tun. Wichtig sei deshalb ein Vertrauensverhältnis. „Das gilt auch für die Hinterbliebenen“, sagt Wirthmann, „die sich im Todesfall an den Bestatter wenden können, den sich der Verstorbene gewünscht hat.“ Gerade deshalb rät das Kuratorium dazu, sich schon zu Lebzeiten mit der Wahl des Bestatters zu befassen.

Doch welcher Bestatter ist der richtige? „Es kommt vor allem auf das Bauchgefühl an. Der Bestatter bietet eine existenzielle Dienstleistung auf der Grundlage einer hohen fachlichen und ethischen Kompetenz an. Sie machen kein Geschäft mit dem Tod“, meint der Experte. „Wer nur eine Bestattung verkauft, ohne zu beraten, begleiten und entlasten, ist kein Bestatter, sondern jemand, der sich mit Bestattungen befasst.“ Auch auf die Seriosität kommt es an. „Deutsche Trauerportal“ online gestellt. Dort können Angehörige gezielt nach geprüften Bestattern in ihrer Nähe suchen. Bundesweit sind etwa 1100 Beerdigungsunternehmen geführt, die das Fachzeichen „Bestatter – vom Handwerk geprüft“ des Bun-desverbandes tragen. Wer das Markenzeichen hat, erfüllt strenge Kriterien, z.B. durch Aus- und Fortbildung besonders geschult, rund um die Uhr ansprechbar, decken alle Bereiche der Bestattung ab, sind technisch auf dem höchsten Stand. Quelle: Bestatter.de

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