Sperrung der B229: Autofahrer beschimpfen Einsatzkräfte

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Viel Arbeit hatten Polizei und Feuerwehr mit der Ölspur auf der Bundesstraße 229.

Werdohl/Neuenrade - Selten wohl hat eine Ölspur für mehr Arbeit bei der Werdohler und Neuenrader Feuerwehr, der Polizei und dem Reinigungsunternehmen Lobbe gesorgt.

Nachdem ein Bus am späten Montagnachmittag ab der Haarnadelkurve auf Neuenrader Stadtgebiet bis fast hinunter zu VDM Getriebeöl verloren hatte, war die Bundesstraße 229 rund 14 Stunden gesperrt. 

Denn die Ölverunreinigung auf der Fahrbahn auf einer Länge von rund zweieinhalb Kilometern war so hartnäckig, dass die Reinigungsfirma mit ihrem Spezialfahrzeug eine Nachtschicht einlegen musste. „Ab 7.24 Uhr konnten wir die Straße mit einem Tempolimit von 30 km/h wieder freigeben, denn die abschließende Reinigungsarbeiten musste Lobbe sogar am Dienstagvormittag noch durchführen“, sagte Christof Hüls, Pressesprecher der Polizei auf Anfrage. 

Dabei waren die Neuenrader und Werdohler Wehr am Montag gegen 17.45 Uhr zunächst wegen eines „Bagatelleinsatzes“ alarmiert worden, begannen die Ölspur mit Bindemittel abzustreuen. „Wir haben aber schnell gemerkt, dass wir die Straße mit unseren Mitteln der Trockenreinigung nicht sauber bekommen und haben das Spezialunternehmen hinzugerufen“, erklärte Werdohls Wehrleiter Kai Tebrün. Denn für diese Fälle hat der Landesbetrieb Straßen.NRW als Baulastträger einen Vertrag mit Lobbe geschlossen. Zwischenzeitlich war die B 229 für den Verkehr bereits gesperrt, nachdem ein Rollerfahrer auf der Ölspur ausgerutscht war. 

Sperrung passt nicht allen Verkehrsteilnehmern

Die Sperrung passte allerdings nicht allen Verkehrsteilnehmern. „Unsere Einsatzkräfte wurden beschimpft und bepöbelt“, zeigte Tebrün für dieses Verhalten einiger Autofahrer keinerlei Verständnis. „Wir werden in solchen Fällen zur Gefahrenabwehr hinzugerufen, verrichten nur unsere Arbeit.“ Nachdem der Bauhof die Straße nach 23 Uhr mit Barken gesperrt und die Feuerwehr ihren Einsatz beendet hatte, seien die Absperrelemente von einigen Autofahrern sogar beiseite geschoben worden, um die Bundesstraße dennoch zu nutzen. 

Ärger hatte es auch bei einer parallel zu diesem Einsatz laufenden Baumfällung an der Heinrichstraße im Bereich des Aldi-Marktes gegeben. „Wir wurden von der Polizei gerufen, weil Äste eines Baumes auf die Straße zu fallen drohten. Diese haben wir mit der Drehleiter entfernt und die Polizei die Straße gesperrt. Das haben nicht alle Autofahrer verstanden“, so Tebrün. 

Verqualmte Wohnung

Bereits ab 6.45 Uhr am Dienstagmorgen gab es für die Ehrenamtlichen weitere Arbeit. Mit rund 40 Kräften rückten die Löschzüge Stadtmitte und Kleinhammer zur Fichtenstraße aus, wo Rauch aus dem Küchenfenster einer Wohnung quoll. Nachdem die Einsatzkräfte unter Atemschutz die Wohnungstür gewaltsam geöffnet hatten, fanden sie den Bewohner schlafend im Nebenzimmer. 

Das Essen im Ofen war längst nicht mehr als solches zu erkennen, was für die enorme Rauchentwicklung sorgte. „Unter Mithilfe der Polizei ist es uns dann auch gelungen den Mieter aus der Wohnung zu bekommen“, sagte Tebrün. Die Wehr entfernte das angebrannte Essen aus dem Ofen und lüftete die Wohnung anschließend ausgiebig durch

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