Weniger Geld für die Kirchengemeinde

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Finanzkirchmeister Lothar Jeßegus berichtete über die Umstellung des Haushaltes. ▪

WERDOHL ▪ Zu den Themen, die während der Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Werdohl im Gemeindehaus neben der Christuskirche behandelt wurden, gehörte auch die Ankündigung, dass die Bildung eines ökumenischen Arbeitskreises unmittelbar bevorstehe.

Ziel innerhalb dieses Gremiums sei es nach den Worten von Pfarrer Dirk Grzegorek, vermehrt den Gedankenaustausch mit der katholischen Kirche zu suchen. Die bisherigen, schon erfolgreichen Bemühungen auf unterschiedlichen Ebenen sollen damit weiter aufgewertet werden. Der Arbeitskreis, für den die konstituierende Sitzung schon terminiert sei, werde aus ehrenamtlichen Mitgliedern und jeweils einem Pfarrer bestehen.

Zudem erfuhren die rund 100 Gemeindeglieder, die zu der Versammlung gekommen waren, dass im kommenden Jahr das Projekt Abendkirche, mit dem die Gottesdienstlandschaft mit frischen Ausdrucksformen bereichert werden soll, in Angriff genommen werde. An fünf Abenden wollen die Verantwortlichen in der Kreuzkirche auf diese Weise Menschen erreichen, die nicht zu den traditionellen Gottesdiensten kommen.

„Wir sind hoffnungsvoll, dass dieses Projekt läuft“, so Pfarrer Dirk Grzegorek. Ende des kommenden Jahres werde Bilanz gezogen, ob sich die Mühen und der Einsatz finanzieller Mittel dann ausgezahlt haben.

Unter dem Handlungsfeld Mission wurde angekündigt, dass in der Zeit vom 7. November bis 3. Dezember an acht Abenden – jeweils montags und mittwochs – wieder ein Glaubenskursus angeboten wird. Zudem ist im Frühjahr zum sechsten Mal die Teilnahme an der ProChrist-Aktion geplant. Eingebunden wird auch – zum zweiten Mal – ProChrist für Kids. Veranstaltungsorte sind erneut das Gemeindehaus Stadtmitte und Eveking. Die Überlegung, für die ProChrist-Veranstaltungen den neu hergerichteten Werdohler Bahnhof zu nutzen, mussten allerdings aufgegeben werden. „Das war technisch nicht machbar und klappte auch hinsichtlich der Bestuhlung nicht“, so die Auskunft von Uwe Röther.

Kirchgeld unter

10000-Euro-Grenze

Breiter Raum war den Informationen des Finanzkirchmeisters Lothar Jeßegus über die Umstellung des Finanzhaushaltes auf das Neue Kirchliche Finanzmanagement (NKF) gewidmet. Im Zusammenhang damit ging Jeßegus auch auf die Nachfrage eines Versammlungsteilnehmer ein, der wissen wollte, wie hoch das Spendenaufkommen innerhalb der Gemeinde sei. Das nämlich hat sich in den letzten Jahren stark rückläufig entwickelt – von einem einstmals starken sechsstelligen Betrag auf zuletzt 70 000 Euro. Die Gründe dafür seien vielschichtig, so der Kirchmeister. Einer davon: Manch freigiebiger Spender ist verstorben. Das einstmals mit vielen Erwartungen verbundene Kirchgeld ist deutlich unter der 10 000-Euro-Grenze angesiedelt. - Rainer Kanbach

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