Spektakel im Versetal: 1000 Hähnchen werden vorbereitet

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Eine schweißtreibende Angelegenheit ist das Hähnchenspektakel für die Verantwortlichen um Frank Herber (links), die bis zu 1000 Hähnchen grillen.

Werdohl - Zuerst die Arbeit, dann der Genuss. Nach diesem Motto gehen die Versetaler Schützen in dieser Woche die Vorbereitungen ihres Hähnchenspektakels an.

Denn bevor am kommenden Samstag und Sonntag, 11. und 12. Mai, jeweils ab 11 Uhr am Schützenheim in Altenmühle knusprige Hähnchen vom Holzkohlegrill verzehrt werden können, haben die Organisatoren noch viel zu tun. 

1000 Grillhähnchen aus deutschen Landen wollen die Schützen auch in diesem Jahr wieder verarbeiten. „Und jedes wird einzeln liebevoll gewürzt“, versichert Meike Herber, derzeit Schützenkönigin im Versetal. Zum Würzen des Federviehs treffen sich die Schützenfrauen am Freitag, 10. Mai, um 16 Uhr. Die Gewürzmischung für diesen Arbeitsgang stellen die Schützen selbst her – nach einem alten Rezept der Sänger aus dem Ahetal, die das massenhafte Grillen von Hähnchen über glühender Holzkohle einst erfunden haben. „Einmal, ganz am Anfang, haben wir ein anderes Gewürz genommen. Das war ein Reinfall. Seitdem setzen wir auf die bewährte Mischung“, blickt Geschäftsführer Bastian Häring zurück. 

Probelauf für den Grill

Während im Schützenheim also das Fleisch für das Hähnchenspektakel vorbereitet wird, machen die Männer draußen auf dem Schützenplatz den Grill für seinen Großeinsatz startklar. Die Spezialanfertigung muss einen Probelauf absolvieren, damit am Samstag und Sonntag auch wirklich alles wie am Schnürchen klappt. 

Richtig „ernst“ wird es dann am Samstagmorgen. „Schon um 8 Uhr wird der Grill angefeuert“, sagt Oberst Frank Herber und erklärt, warum das notwendig ist. Weil das Glutbett ja direkt auf dem Boden liege, müsse zunächst die Feuchtigkeit aus dem Untergrund verdampfen, damit anschließend auch eine gleichmäßige Hitze gewährleistet sei. „Das sind alles Erfahrungen, die wir im Laufe der Jahre gemacht haben“, sagt Herber. Wie auch die Sache mit der Holzkohle: „Anfangs haben wir dabei 300 bis 350 Kilogramm Kohle verbrannt, heute brauchen wir nur noch 180“, berichtet Herber. 

180 Kilogramm Kohle wird verbraucht

Diese Menge reiche aus, um an beiden Tagen stundenlang eine etwa 10 bis 15 Zentimeter dicke Glutschicht zu bewahren, über der die Hähnchen an mehreren Spießen rotieren können, bis sie verzehrfertig sind und zum Preis von 3,90 Euro für das halbe Exemplar verkauft werden können. „Beim Grillen darf nichts brennen. Flammen werden sofort abgelöscht“, lässt Herber durchblicken, dass die Hähnchenzubereitung von den Schützen am Grill volle Aufmerksamkeit erfordert. Und Hitzebeständigkeit. „Nach dem Hähnchenspektakel wird immer ein neues Paar Schuhe fällig“, sagt Herber schmunzelnd. Die Hitze des Grills sei so groß, dass sie auch einen bis anderthalb Meter daneben noch den Boden aufheize. „Und darunter leiden dann die Schuhsohlen. Die sind anschließend durch“, erklärt der Schützenoberst. 

Neben Hähnchen bieten die Versetaler Schützen am bevorstehenden Wochenende aber auch noch andere Genüsse an. Wer nicht so auf Hähnchen steht, kann von Bratwurst und Pommes satt werden. Und süße Leckereien gibt es auch. Die Schützenfrauen werden wieder 40 bis 50 Kuchen und Torten backen, die am Samstag und Sonntag in einer Cafeteria angeboten werden. Kinder können sich eine Naschtüte mit Süßigkeiten zusammenstellen. Außerdem werden die Schützen für den Nachwuchs eine Hüpfburg aufbauen.

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