SPD-Ratsherr Henke schlägt neue Radwegelösung vor

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Hier am Biwakplatz Kettling könnte die Lenne mit einer Fährzugeinrichtung überquert werden. SPD-Ratsherr Jürgen Henke hat sich schon mit der Unteren Landschaftsbehörde in Verbindung gesetzt.

Werdohl - Jürgen Henke lässt für die SPD-Fraktion nicht locker und versucht mit aller Kraft, den Ausbau des Lenneradweges zu beschleunigen. Seit mehr als zwanzig Jahren Planung ist zumindest auf Werdohler Gebiet noch nicht viel passiert. Seit Straßen.NRW die Planung und Ausführung an die Stadt übertragen hat, hofft Henke darauf, dass endlich Bewegung in die Sache kommt. Jetzt hat er eine alternative Trasse direkt entlang der Lenne vorgeschlagen.

Das Wehr bei Wintersohl ist ein Industriedenkmal. Wenn der Lenneradweg hier entlang laufen würde, wäre das ein Anreiz für die Touristen und Wochenendradfahrer.

Durch Peter Kölsche sei er auf die Trassenführung jenseits der Lenne beginnend gegenüber dem Biwakplatz aufmerksam geworden. Montag trug er den Antrag im Hauptausschuss vor, die Angelegenheit soll in der nächsten Ratssitzung auf die Tagesordnung kommen und beraten werden. Die SPD hatte zeitlich Druck gemacht, weil bekannt ist, dass die Stadt und VDM gemeinsam über eine Radwegelösung nachdenken. Fachbereichsleiter Thomas Schroeder versicherte allerdings, dass bis zur Sommerpause nichts festgelegt werde. Der Stadt würden auf keinen Fall Möglichkeiten verbaut.

Henke schlägt vor, den Radweg nicht – wie bislang geplant – durch das Gewerbegebiet, an der Vorthbrücke vorbei und hinter dem VDM-Werk zur Innenstadt zu führen. Die SPD meint: „Nach einhelliger Meinung von Betroffenen stellt sie die denkbar schlechteste und gefährlichste Lösung dar und es sollte nach Alternativen gesucht werden.“

Die neue Variante verläuft am östlichen Ufer der Lenne von dem Kettlinger Tunnel über Wintersohl und mündet in der Lennepromenade. Am Biwakplatz müsste eine Überquerungsmöglichkeit der Lenne geschaffen werden. Henke schwebt dort entweder ein schmaler Brückenschlag oder eine Fährzugeinrichtung vor.

Hier im Bereich Wintersohl würde auf der rechten Lenneseite der Radweg vom Kettling her kommen. Es ist offensichtlich, dass dies landschaftlich viel schöner ist als die Fahrt durchs Gewerbegebiet.

Auf der anderen Lenneseite existiert bereits ein Fußweg, vorbei an einer Fischerhütte bis zum Wehr Wintersohl. Der Weg könnte hinter dem Getränkebetrieb und Menshen geführt werden. Unter der Vorthbrücke ginge es weiter und dann über den Mühlenweg und die Versevörder Schnapsbrücke auf die Lennepromenade.

Dem kann man zustimmen: „Die Streckenführung entlang des östlichen Lenneufers ist landschaftlich sehr reizvoll, bindet den Fluss voll in das Geschehen ein und berührt Industriedenkmäler.“

Alle Fraktionen spontan begeistert

Der SPD-Vorschlag stieß im Hauptausschuss bei allen Fraktionen und bei der Verwaltung auf Zustimmung. Fachbereichsleiter Schroeder erinnerte daran, dass diese Streckenführung vor Jahren schon einmal mit Straßen.NRW diskutiert – und verworfen worden sei. Henke sagte, dass die Trasse zwar im Landschaftsschutzgebiet liege, dafür aber bestimmt eine Genehmigung zu bekommen sei. Damals habe man es vielleicht nicht ausreichend versucht.

Schroeder mahnte, dass zwar die Stadt jetzt die Planungen übernehmen dürfe, letztlich aber Straßen.NRW als Finanzier die Zustimmung erteilen müsse.

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