SPD-Antrag zur Sicherheit am Höhenweg

WERDOHL -   Jürgen Henke, der „verkehrspolitische Sprecher“ der SPD-Fraktion, hat nach dem glimpflich abgelaufenen Lkw-Unfall am Höhenweg einen Antrag an den Bürgermeister gestellt.

Zunächst hatte Henke bei der Kreispolizeibehörde angerufen und mit Polizeioberrat Bernd Scholz gesprochen. Laut Henke sehe sich die Scholz in der Pflicht, mehr Kontrollen durchzuführen, um Lkw von der für sie verbotenen Durchfahrt bis hinunter nach Werdohl abzuhalten. Seit Jahren bemühe sich die SPD, so Henke, durch Anträge die Verkehrssituation am Höhenweg zu verbessern. Letzter Stand der Dinge sei bei StraßenNRW, dass dort alles getan sei, um schweren Lastwagen die Durchfahrt zu verbieten. An entsprechenden Hinweisschildern mangele es jedenfalls nicht. Technische Lösungen wie mechanische Durchfahrtsperren ließen sich nicht installieren, da die Busse der MVG dort fahren dürfen und müssen, ebenso die Feuerwehr. Reine Höhenbegrenzer würden da nicht funktionieren, war bislang einhellige Meinung.

Henke schreibt in dem SPD-Antrag, dass sich vieles zum Guten verbessert habe am Höhenweg: Die Beschilderung sei verbessert, die Überwachungsmaßnahmen der Polizei seien verstärkt und die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert worden. Der schwere Unfall vom 17. Juli zeige aber, dass immer noch viel zu viele Lkw trotz Durchfahrtverbotes das Steilstück nach Werdohl vorsätzlich verbotswidrig herunter befahren.

Der Antrag lautet deshalb: „Wir schlagen daher vor, fehlbare Lkw-Fahrer durch den Einsatz von Lkw-Routern in Verbindung mit kombinierter Kameraüberwachung davon abzuhalten, die stark abschüssige L 655 im Bereich der Stadt Werdohl weiterhin zu befahren.“ Zwei derartige Anlagen seien bereits in Hagen erfolgreich im Einsatz und würden sehr abschreckend wirken.

Die Anlage koste rund 100 000 Euro, die StraßenNRW übernehmen müsse. Zudem müsse am Forsthaus eine Wendefläche hergerichtet werden. Die SPD bittet den Bürgermeister, Verhandlungen aufzunehmen.

Von Volker Heyn

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