Sparkasse: Zwei Millionen Euro Gewinn

WERDOHL ▪ Die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis hat am Dienstag bei der Zweckverbandsversammlung im Vier Jahreszeiten den Jahresabschluss 2011 bekannt gegeben. Der Überschuss beträgt demnach 2,458 Millionen Euro. Für die Kommunen bedeutet dies eine Gewerbesteuereinnahme von zwei Millionen Euro.

Von Volker Heyn

Vorstandsvorsitzender Kai Hagen stellte den Jahresabschluss den Vertretern der Städte und Gemeinden vor, die im Zweckverband unter der Leitung des Balver Ratsherrn Johannes Wortmann zusammen gekommen waren. Vorab gab es noch einige Personalien: Rolf Weispfennig hatte als stellvertretendes Mitglied des Verwaltungsrates sein Mandat niedergelegt, dafür war Elke Michels von der Zweckverbandsversammlung gewählt worden. Vorbehaltlich der Bürgermeister-Wahl in Nachrodt-Wiblingwerde wurde diese Person zum stellvertretenden Verbandsvorsitzenden bestimmt. Das stellvertretende Vorstandsmitglied Ferdinand Nolte, Leiter der Hauptstelle in Neuenrade, geht bald in den Ruhestand und gibt seinen Vorstandsposten auf.

Neu in den Vorstand gewählt wurde Matthias Graetz aus der Plettenberger Hauptstelle. Graetz ist Leiter des Kreditgeschäfts und schon seit mehr als 25 Jahren bei der Sparkasse. Der Neuenrader wurde zum Verhinderungsvertreter des Vorstandsvorsitzenden Kai Hagen gewählt. Damit wurde der Sparkassen-Vorstand auf zwei aktive Vorstände reduziert: Mike Kernig und Kai Hagen als Vorsitzender.

Hagen stellte den Abschluss detailliert vor: Die Bilanzsumme wurde in 2011 um 6,7 Prozent auf jetzt 1,389 Milliarden Euro gesteigert. Die Darlehnszusagen übertrafen mit 204 Millionen Euro das bereits gute Geschäftsjahr 2010 um mehr als 15,7 Prozent.

Kernpunkte waren die Mittelstandsfinanzierung auch aus Förderkrediten der öffentlichen Hand sowie Projektfinanzierungen im Bereich der erneuerbaren Energien. Hagen: „Von einer Kreditklemme konnte bei der Sparkasse also auch in 2011 nicht die Rede sein.“ Diese Aussagen könne er auch schon für das laufende Jahr treffen, so Hagen: „Wir wollen Kreditgeschäft machen.“ Für 2012 habe sich die Sparkasse nur eine moderates Wachstum von zwei Prozent vorgenommen. Hagen bezeichnete das als „Luxusproblem“: Man wolle in diesem Bereich nicht zu stark wachsen. Die Kreditnachfrage sei „ganz enorm“. Das niedrige Zinsniveau bedeute für Anleger eine „deutlich negative Realverzinsung“ und stelle die Sparkasse vor „große Herausforderungen“. Gleichwohl liege das ermittelte Betriebsergebnis im Verhältnis zur Bilanzsumme aus den ersten drei Monaten noch deutlich besser als der Verbandsdurchschnitt. Hagen: „Bei einem gegebenenfalls wieder steigenden Zinsniveau werden wir in 2012 aber ein weiteres Premiumjahr abliefern können.“ Personalaufwand und Sachaufwand seien leicht reduziert worden, dagegen habe sich die Ertragssituation im dritten Jahr in Folge stetig verbessert.

Die positiven Nachrichten fasste Verbandsvorsteher Wortmann zusammen: „Wind in den Segeln und die Ampel auf Grün: Volle Fahrt voraus!“

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