Sparkasse warnt Kunden: Betrug mit Überweisungen

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Werdohl - „Wir bitten alle Kunden dringend darum, Überweisungsträger nicht mehr in den Briefkasten zu werfen“, erklärt Tomislav Majic, Marketingleiter der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis. Momentan, so Majic, müsse sich das Kreditinstitut gleich mit einer ganzen Reihe von Überweisungsbetrügereien auseinandersetzen.

Von Carla Witt

„Verbrecher haben sich an unserem Briefkasten zu schaffen gemacht, in den unsere Kunden auch Überweisungsträger eingeworfen hatten“, stellt der Sparkassen-Marketingleiter fest. Mehrfach seien daraufhin manipulierte Überweisungsträger aufgetaucht.

„Deshalb machen wir ab einem gewissen Überweisungsbetrag Stichproben. Wir rufen den jeweiligen Kunden an und erkundigen uns, ob das auch alles seine Richtigkeit hat“, erläutert Majic. Dafür hätten die Befragten großes Verständnis: „Unsere Kunden sind froh, dass wir genau hinschauen. Sie wissen das zu schätzen.“

Wer einen Überweisungsträger einreichen wolle, könne den Vordruck während der Öffnungszeiten persönlich abgeben oder diesen rund um die Uhr in den Hauptstellen des Kreditinstitutes selbst einscannen. Nur so könne das Manipulationsrisiko ausgeschlossen werden, unterstreicht Majic.

Im November und Dezember seien drei Vorgänge angezeigt worden, berichtet Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski der Redaktion: „Überweisungsträger wurden aus dem Briefkasten der Hauptstelle in Werdohl gefischt, um sie zu manipulieren. Das kommt immer wieder mal vor, wenn der Briefkasten frei zugänglich ist, nicht nur in Werdohl.“

Am 4. November seien vier Überweisungsträger aufgefallen: Der eingesetzte Betrag erschien den Sparkassenmitarbeitern ungewöhnlich hoch und versetzte sie in Alarmbereitschaft. „Die Bankdaten der Geschädigten wurden eingesetzt. So sollte Geld auf ein anderes Konto überwiesen werden“, sagt Boronowski.

Zwischen dem 30. November und dem 2. Dezember seien vier Überweisungsträger im Sparkassenbriefkasten gelandet. „Einer davon wurde zwischendurch verändert,“ sagt Boronowski. Folglich gehe die Polizei davon aus, dass sich erneut jemand an dem Briefkasten zu schaffen gemacht hat.

Am Montag sei dann noch ein Überweisungsbetrug angezeigt worden, nachdem wieder Überweisungsträger aus dem Briefkasten entwendet worden waren.

Abschließend weist der Polizieipressesprecher Bankkunden in diesem Zusammenhang noch auf eine weitere Gefahr hin: Überweisungsbetrüger hätten auch dann leichtes Spiel, wenn es ihnen gelinge, einem Bankkunden beim Ausfüllen des Vordrucks quasi über die Schulter zu schauen.

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