Sparkasse legt eine glänzende Bilanz vor

Auch Werdohls Bürgermeister Siegfried Griebsch (links) lauschte aufmerksam den Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden, der detailliert über die positive Entwicklung der Sparkasse berichtete.

WERDOHL ▪ Die kommunalen Träger der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis dürfen sich über Zuteilungen im Gesamtwert von 960 000 Euro freuen.

Das teilte der Vorstandsvorsitzende Kai Hagen am Dienstag während der Sitzung des Sparkassenzweckverbands im Restaurant Vier Jahreszeiten mit. Entsprechend ihrer Anteile an den Gesamteinlagen teilt sich die Summe wie folgt auf: Altena (190 944 Euro), Balve (132 384 Euro), Nachrodt-Wiblingwerde (39 840 Euro), Neuenrade (83 808 Euro), Plettenberg (324 768 Euro) und Werdohl (188 256 Euro). Die Ausschüttungen entsprechen rund 50 Prozent des Gewinns nach Steuern. Demnach fließen 959 082 Euro in die Sicherheitsrücklage.

Gleich zu Beginn seines Berichts zur Entwicklung der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis informierte Kai Hagen das Auditorium über die gestiegene Bilanzsumme. Sie sei geprägt von einer guten Kreditnachfrage. Dabei hätte die Nachfrage aus dem gewerblichen Geschäft ebenso zur 5,2-prozentigen Steigerung beigetragen wie die Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten. Mit 1,302 Milliarden Euro bezifferte Hagen die Bilanzsumme des Geschäftsjahres 2010. Auffallend hoch sei die Vergabe von Förderkrediten der öffentlichen Hand ausgefallen. Sie habe sich verdoppelt, sagte der Vorsitzende. Somit schien sich die 2008 gefasste Strategie auszuzahlen, wobei Hagen zugab, dass der Grad der Steigerung überraschte. Von einer Kreditklemme, wie vielfach in den Medien berichtet worden war, könne bei der Sparkasse keine Rede sein.

Die Barvermögen der Kunden hätten sich 2010 aufgrund des niedrigen Zinsniveaus auf kurzfristige Anlageformen konzentriert. Positiv hätte sich zeitgleich das Wertpapiergeschäft entwickelt, fügte Hagen an.

Auf das ganze Jahr gesehen beschäftigte die Sparkasse 340 Mitarbeiter, die einen Zinsüberschuss von 34,8 Millionen Euro erwirtschafteten. Dazu addierten sich nochmals 8,5 Millionen Euro aus dem Provisionsgeschäft. Obwohl die Sparkasse in Altena eine neue Hauptstelle errichtet hatte, sanken die Sach- und sonstigen Aufwendungen um 500 000 Euro. Steigende Erträge und reduzierte Kosten bildeten somit das Fundament einer erfreulichen Gesamtentwicklung.

Anschließend warf Hagen noch einen Blick auf das erste Quartal des Geschäftsjahres 2011 und sprach von einem nachhaltigen Trend in Bezug auf die positive Entwicklung. Es sei schon jetzt davon auszugehen, dass das Planergebnis nach oben korrigiert werden müsse – nach jetzigem Stand um etwa drei Millionen Euro. Es deute sich ein weiteres Premiumjahr an, soweit sich die Zinssituation nicht eklatant ändern würde, sagte Kai Hagen. Das ermittelte Quartalsbetriebsergebnis im Verhältnis zur Bilanzsumme läge erstmals seit Jahren über dem Verbandsdurchschnitt.

Markus Jentzsch

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