„Souveräner Leitwolf“ eckt im Dienste der Schule an

Schulleiter Heinz Rohe (links) – hier mit seiner Frau Sylvia – ist gestern aus dem aktiven Dienst verabschiedet worden. Im Namen der Stadt Werdohl lobte der stellvertretende Bürgermeister Dirk Middendorf die Verdienste des engagierten Rektors.

WERDOHL - Dass er ein besonders großes Herz für seine Schüler hat, bescheinigten Heinz Rohe gleich mehrere Redner. Im Rahmen der Verabschiedung des Gesamtschulleiters bezeichneten ihn mehrere Gratulanten aber auch als streitbar – im positiven Sinne. „Du hast nie davor zurückgeschreckt, im Dienste der Schule auch anzuecken“, erklärte beispielsweise die stellvertretende Schulleiterin Brigitte Assor.

Von Carla Witt

Die Feierstunde im Festsaal Riesei war so gut besucht, dass nicht alle Gäste einen Stuhl ergattern konnten. Zahlreiche Schüler hatten deshalb auf den Treppenstufen Platz genommen – und verfolgten von dort aus den Einzug Rohes und seiner Ehefrau Sylvia, die zu den Klängen der Hymne „Conquest of Paradise“ durch den Saal schritten. Dementsprechend betonte Stufenleiter Konrad Pewny, der als Moderator fungierte, dass die Tätigkeit Rohes einer besonderen Würdigung bedürfe: „Er hat länger als 20 Jahre die Schullandschaft in dieser Stadt geprägt.“

Daran knüpfte Werdohls stellvertretender Bürgermeister Dirk Middendorf an. Rohe sei 1990 von der Gesamtschule Lüdenscheid nach Werdohl gekommen und habe sich als Gründungsrektor der Bildungseinrichtung als „absoluter Glücksfall für diese Schule“ entpuppt. Middendorf bezeichnete den scheidenden Schulleiter als „Ideengeber, Antreiber und nicht zuletzt als Motivator“. Der stellvertretende Bürgermeister bedankte sich auch bei Rohes Ehefrau Sylvia für ihr Verständnis. An Rohe gewandt erklärte der Vertreter des Schulträgers: „Sie können mit großer Genugtuung und großem Stolz zurückblicken.“

Die gute Zusammenarbeit mit dem „Vater der Schule“ lobte Thorsten Hänel, Vorsitzender des Fördervereins der Gesamtschule. Er nannte Rohe einen „souveränen Leitwolf“ von derzeit 860 Schülern. Er freue sich darauf, Rohe im Rahmen der nächsten Sitzung als aktives Fördervereinsmitglied begrüßen zu können.

„Heinz hat diese Schule geprägt – vom ersten Tag an“, stellte Brigitte Assor in ihrer Laudatio fest. „Dienst nach Vorschrift ist nie dein Fall gewesen“, lobte sie Rohes immensen und unermüdlichen Einsatz für „seine“ Kinder und Jugendlichen. Dass Letztere Anteil am Abschied des Rektors nahmen, bewiesen sie unter anderem durch die Mitgestaltung des Programms. So trugen die Lateinschüler der Jahrgänge sechs, acht und elf beispielsweise das Volkslied „Kein schöner Land“ in lateinischer Sprache vor. „Denn Latein liegt dir am Herzen“, wies Pewny darauf hin, dass Heinz Rohe unzähligen Schülern die „Lingua franca der Antike“ näher gebracht habe.

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